+++  Facebookseite der Literaturwoche Donau  +++

++  14. 02. 2017  ++

Weiter als der Himmel
Verleger Stefan Weidle zu Gast
Musik: Ivan Antonic, Ulm
Do., 30. März 2017, 20 Uhr
Lindenhofvilla, Blaustein-Herrlingen

++ in der Villa Lindenhof, Lindenhof 2, 89134 Blaustein-Herrlingen ++
DIE LITERATUR GIBT DER SEELE NAHRUNG
Stefan Weidle ist verlegerischer Überzeugungstäter: Seine Bücher sind intelligent und schön gemacht. Mit anspruchsvollen und hochgeschätzten Klassikern wie auch Neuentdeckungen aus der zeitgenössischen Literatur ist Stefan Weidles Verlag eine feste Größe (nicht nur) im deutschen Verlagsleben. Er bringt uns seine schönsten Bücher mit. Passend zu diesem Abend außergewöhnlicher Literatur geleitet uns die Bajan-Musik von Ivan Antonic in unbekannte Welten …

Villa Lindenhof, Herrlingen
Lindenhof 2, 89134 Blaustein-Herrlingen
Eintritt: 6 € / 5 €

++  10. 02. 2017  ++

Aus der Hirnschale der Himmel
Verleger & Autor Philip Krömer
vom Homunculus Verlag zu Gast
Musik: About Ally, Ulm
Do., 9. Februar 2017, 20 Uhr

++ in der Griesbadgalerie Ulm++
Philip Krömer las uns seinen phantastischen Roman „aus der Hirnschale der Himmel“: eine aberwitzige, geistreiche Tour de Force ins Erdinnere.
„YMIR“ kam in der vollbesetzten Griesbadgalerie bestens an. Großen Applaus gab es auch für den musikalischen Programmpunkt „About Ally“: Emma Krischkowsky, Hannah Mutschler, Lucia Mast, die an diesem Abend zum letzten Mal unter ihrem bisherigen Namen „Free Your Mind“ auftraten. Ganz großartig!

https://www.facebook.com/Free-Your-Mind-1497745557207822/
https://philipkroemer.wordpress.com/

Wir danken allen Helfern und der Griesbadgalerie für ihre Gastfreundschaft und M. Weinkauf für die Fotos!

 

++  02. 09. 2016  ++

Walle Sayer – Feinarbeiten
(Lesung + Autorengespräch, Literatursalon Ulm)
26. September 2016, 20 Uhr

++ VH Ulm – EinsteinHaus, Club Orange (Link)
Kooperation des Literatursalon Ulm e. V. und der vH Ulm.
Montag, 26. September, 20 Uhr
Eintritt EUR 8,00 / 4,00
EinsteinHaus, Club Orange

Mit dem 1960 geborenen Walle Sayer holen wir einen wahren Meister der feinen Beobachtung nach Ulm. Die einfachen Dinge sind es, um die es in Sayers Texte geht, die sich irgendwo als Literatur ganz eigener Prägung zwischen Prosa und Lyrik bewegt. Die Wunder alles Lebendigen beobachtet Sayer und holt uns die Wolken durch zarte Miniaturen vom Himmel. Der „Meister des Minutiösen“ (Richard Pietraß) gibt dem Alltäglichen neue Konturen; seine vielfach ausgezeichnete Prosalyrik schafft eine Dichte, die ihresgleichen sucht – und süchtig macht. An Walle Sayers Seite – sein Verleger Hubert Klöpfer, der über die Wunder des Büchermachens spricht und die Freuden und Leiden des Verlegerseins.

„(…) Walle Sayer besitzt die Geduld, noch das Unscheinbarste genau zu beobachten, um das so Auf- und Zugefallene in die Wörterheimzubringen.“ (A. Kohm)

++  20. 8. 2016  ++

Ein Abend für Stefan Zweig.
Es liest und spielt Christel Mayr (Theater Ulm)
31. August 2016, 19 Uhr

++ Buchhandlung Jastram, Schuhhausgasse 8, Ulm
Ein Abend für Stefan Zweig – Eine Hommage an den großen europäischen Schriftsteller. Lesung mit Musik.
Christel Mayr liest Stefan Zweig
31.08.2016 – 19:00 bis 21:00
Eintritt frei

Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren und starb am 23. Februar 1942 in Petrópolis, Brasilien.
Der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig kam aus großbürgerlich-jüdischer Familie. Er studierte in Wien und Berlin Phlilosophie, Germanistik und Romanistik. 1904 promovierte er zum Dr. phil. Nach der Promotion bereiste er Europa, Amerika, Afrika und Indien. Während des 1. Weltkriegs war er zuerst propagandistisch im Wiener Kriegsarchiv, dann in offiziösen Missionen in der Schweiz tätig. Er engagierte sich zusammen mit R. Rolland für den Frieden. Nach Kriegsende lebte er bis 1933 mit seiner Frau Friderike in Salzburg. Von ihr löste er sich im Zug einer Übersiedlung nach England.
1941 zog er weiter nach Brasilien, nach Petropolis im Bundesstaat Rio de Janeiro. Unter Depression leidend, ging er dort gemeinsam mit seiner zweiten Frau Lotte in den Freitod.

Mit seinen Erzählungen und historischen Darstellungen erreichte er weltweit in Millionenpublikum. Zuletzt vollendete er seine Autobiographie „Die Welt von Gestern“ und die vielgelesene „Schachnovelle“.
Christel Mayr vom Theater Ulm singt, spielt und gibt dem Autor Stefan Zweig eine Stimme. Florian L. Arnold und Rasmus Schöll führen in das Werk Zweigs ein.

++  27. 07. 2016  ++

Buchpremiere & Konzert: Molto Giocoso – Lindenhofvilla Blaustein
7. August 2016, 19:30 Uhr

++ Lindenhofvilla Stadt Blaustein, 7. 8. 2016, 19:30 Uhr
Buchpremiere „Molto Giocoso“ mit „Teatrino“, Schauspielerin und Dramaturgin Julia Zürcher und „Alphornsusi“ am 7. August 2016 um 19:30 Uhr in der Lindenhofvilla in Blaustein-Herrlingen
>> Buchkarte (externer Link)

Fröhlich tröten, tuten, summen und singen an diesem Abend die skurrilen Gedichte und Bilder rund um die (Blech-)Blasmusik in den Vertonungen von Siegfried Arnold.
Wenn sich ein Musiker und ein Zeichner zusammensetzen und ein Buch über Musik machen, kann das sehr vergnüglich werden. So auch bei „Molto Giocoso“. Da textete Komponist Siegfried Arnold im Stile Wilhelm Buschs oder Kurt Tucholskys frech über den Musiker in Not- und Sonderlagen und Zeichner Florian L. Arnold bebilderte das Ganze mit anarchistisch-überbordenden Wimmelbildern, die den grotesken Welten eines Hieronymus Bosch ebenso entlehnt scheinen wie den Karikaturen William Heath Robinsons.
Eine Veranstaltung des „Literatursalon Ulm“ in Kooperation mit der Stadt Blaustein und dem Verlag Topalian & Milani.

++  22. 07. 2016  ++

Bachtyar Ali und Lucien Leitess
im Presse-Echo

++ Presse-Echo zur Lesung von Bachtyar Ali
Bachtyar Ali: Der letzte Granatapfel. Unionsverlag, 320 Seiten, 22 Euro

Albtraum, Verschleierung und Kriegsrealität mischen sich in diesem Buch. „Realismus alleine kann nicht alles erleuchten“, sagt der Autor. „Um die unlogische Welt zu erreichen, braucht es Fantasie.“
>> Bericht der Südwestpresse
„Der größte Schatz eines Verlages sind seine Autoren“, sagte der Züricher Verleger Lucien Leitess – und wenn einer über diesen Schatz etwas weiß, dann er. Der Gründer und Leiter des Unionsverlages hatte den Autor Bachtyar Ali in die Neu-Ulmer Steinwerkstatt Vogel begleitet, wo dessen Buch „Der letzte Granatapfel“ vorgestellt wurde…
>> Bericht der Neu-Ulmer Zeitung

 

++  13. 07. 2016  ++

Bachtyar Ali und Lucien Leitess
am 21. Juli 2016 in Neu-Ulm zu Gast!

++ In Neu-Ulm am 21. Juli 2016, 19:30, Steinwerkstatt Vogel
Zusammen mit dem Kulturprojekt „Cafe Beirut“ haben wir einen Lesungs- und Begegnungsabend mit dem Autor Bachtyar Ali und seinem Schweizer Verleger Lucien Leitess eingefädelt. Bachtyar Ali ist eine unverwechselbare, sehr kraftvolle neue Stimme in der Literaturlandschaft. Nach der Lektüre dieses ersten ins Deutsche übersetzten Romans wird man es kaum erwarten können, mehr von diesem kurdischen Autor zu hören und zu lesen.

Zum Buch: An Bord eines Bootes, das ihn zusammen mit anderen Flüchtlingen in den Westen bringen soll, erzählt Muzafari Subhdam seine Geschichte. Selbst ein hochrangiger Peschmerga, rettete er dem legendären kurdischen Revolutionsführer einst das Leben, als sie von Truppen des Regimes umstellt waren. Er aber geriet in 21-jährige Gefangenschaft, mitten in der Wüste. Wieder in Freiheit, begibt er sich auf eine Reise durch das, was aus seinem Land geworden ist.
Eine Reise durch Geschichten, Geheimnisse und zu Personen, die ihm dabei helfen, seinen verschollenen Sohn zu finden. Eine Reise, die ihn schließlich auf den Weg führt, den Tausende schon vor ihm genommen haben: übers Mittelmeer in den Westen.

Literatursalon Ulm e. V. & Cafe Beirut zu Gast in der Steinwerkstatt Vogel Neu-Ulm:
Lesung Bachtyar Ali + Gast Lucien Leitess, Verleger Unionsverlag, Zürich.
>> Der Weg zur Steinwerkstatt
>> Bachtyar Ali beim Unionsverlag

++  04. 07. 2016  ++

Bachtyar Ali zu Gast in Neu-Ulm – am 21. Juli 2016

++ In Neu-Ulm am 21. Juli 2016, Steinwerkstatt Vogel
Zusammen mit dem Kulturprojekt „Cafe Beirut“ haben wir einen Lesungs- und Begegnungsabend mit dem Autor Bachtyar Ali und seinem Schweizer Verleger Lucien Leitess eingefädelt: Am 21. Juli kommt Bachtyar Ali nach Neu-Ulm und stellt seinen grandiosen Roman „Der letzte Granatapfel“ selbst vor. Schon jetzt ist der Roman auf der SWR-Bestenliste, Rang 7. Er könnte, nach unserer bescheidenen Meinung, ruhig noch ein paar Plätze weiter vorrücken!
>> Bestenliste des SWR – mit „Der letzte Granatapfel“

++  01. 06. 2016  ++

Lutz Seiler stellt sein neues Buch vor:
„Die römische Saison“

++ In Ulm am 24. JUNI 2016 in der Museumsgesellschaft
2014 war sein Roman „Kruso“ der sympathische Favorit für den Deutschen Buchpreis, nicht wenige freuten sich mit dem Lyriker Lutz Seiler für diese Auszeichnung. Ein großartiges Buch über Eigenbrötler und Figuren am Rande von Gesellschaft und Zeitgeschichte. Dieser Roman hat eine interessante Vorgeschichte – die nun im kleinen Ulmer Verlag „Topalian & Milani“ erstmals in Buchform erscheinen wird.
Seiler berichtet darin sehr offen und mit subtilem Witz von den Anforderungen des Schreibprozesses. Wie sich eine Idee verwandelt, entgleitet und einer neuen Idee weichen muß . Seiler berichtet mit Offenheit und subtilem Witz von den unvorhersehbaren Einflüssen, die sein Aufenthalt in der „Villa Massimo“ in Rom auf ein geplantes Romanprojekt hatte – und wie am Ende aus den Trümmern einer Idee die Geschichte von „Kruso“ geboren wird.

Ein lebendiger Text über das Schreiben, über das Bittersüße des Schaffensprozesses. Auch hier beweist der Autor sein Talent für die Magie des Augenblicks, in dem Freude und Traurigkeit eng miteinander verbunden sind.

Wir freuen uns am 24. Juni 2016 um 19:30 Uhr auf diese Buchpremiere, die der „Literatursalon Ulm e. V.“ in Kooperation mit der Museumsgesellschaft Ulm und dem Verlag Topalian & Milani veranstaltet. Der Autor wird sein Buch selbst vorstellen.

++  20. 05. 2016  ++

Hernano Ronsino kommt nach Ulm

++ Argentinischer Kultautor kommt mit seinem Buch „Lumbre“ in die vH Ulm!
„Jedes Stück Mauer in dieser Stadt trägt, wie eine Haut, die Spuren meiner Geschichte. Geboren bin ich – neunzig Jahre nachdem Urquizas Truppen auf den Ländereien von Gorostiaga gerastet hatten – am Morgen des 28. Januar 1942. Am Ufer der Laguna del Tigre. An diesem Tag – zur selben Stunde – notierte Pavese in sein Turiner Tagebuch – kann es sein, dass er um die Lagune wusste, um den Todeskampf meiner Mutter, die unter den Sternen verblutete, um mich zerbrechliches Wesen auf den Brettern des Milchwagens? –: Sich an etwas zu erinnern bedeutet, es – jetzt erst – zum ersten Mal zu sehen. Die Erinnerung ist ein lichtes Gebären.“

Hernán Ronsino, 1975 in Chivilcoy geboren, einer kleinen Stadt in der argentinischen Provinz. Heute unterrichtet Ronsino an der Universität von Buenos Aires und an der Facultad Latinoamericana de Ciencias Sociales (FLASCO). Seine Romane treiben ihre Wurzeln tief in die Geschichten seines Heimatlandes Argentinien – und in das Geschehen auf der Welt, in den Krieg auf dem Balkan, nach Vanscoy in Kanada, in die Träume des Hugo Luna von einem Start an der Tour de France. Licht und Töne, vieles erzählt wie eine Einstellung in einem Film der Coen-Brothers. Der Brutalität der provinziellen Wirklichkeit stellt Ronsino eine frappierende, anrührende Leichtigkeit des Erzählens gegenüber, die den Leser tief beglückt zurücklässt. Ronsinos Romane haben Kultstatus in Argentinien – und sollten diesen dank des rührigen Züricher Bilgerverlages auch im deutschsprachigen Literaturraum erlangen. Zum Literaturabend im Club Orange in Kooperation mit dem Literatursalon Ulm e. V. kommen Hernan Ronsino, sein Übersetzer Luis Ruby und Verleger Ricco Bilger.

Am 26. September 2016, 20 Uhr, vH Ulm – Raum N. N.
Hernán Ronsino und sein Buch »Lumbre«
Lesung und Autorengespräch
Eine Zusammenarbeit des Literatursalon Ulm e. V. mit der vH Ulm
Gäste:
Hernán Ronsino
Luis Ruby, Übersetzer
Ricco Bilger, Verleger
vh-ulm.de

++  10. 05. 2016  ++

Der Verein

++ Förderverein „Literatursalon Ulm e. V.“ gegründet
Kleine feine Literaturveranstaltungen abseits des üblichen – das wollen wir als Verein ermöglichen, auch in Kooperation mit anderen Vereinen und Institutionen in Ulm und Umland. Die Gründung fand im April 2016 statt – jetzt sind wir offiziell ein „e. V.“ und freuen uns auf literaturbegeisterte Mitglieder. Mehr zum Verein, seine Ziele und ein Beitrittsformular gibt es HIER.

++  09. 05. 2016  ++

Der Letzte macht die Lichter aus!

++ Abschluss der Literaturwoche Donau 2016 – und ein kräftiges Dankeschön!

Das war die Literaturwoche Donau 2016:
NORA GOMRINGER
VOLAND &QUIST
BILGERVERLAG
DEBORAH FELDMAN
GERTRAUD KLEMM
ROGER MONNERAT
KAI WEYAND
WALLSTEIN VERLAG, THORSTEN AHREND
SEBASTIAN GUGGOLZ
ANDREAS ESCHBACH
HUBERT KLÖPFER (KLÖPFER & MEYER)
TEATRO CAPRILE: DIE BESEITIGUNG DER RATLOSIGKEIT!
WALTER FREI
FELICITAS ANDRESEN
STEFANA SABIN
TOMMI BREM
LUCIEN LEITESS
UNIONSVERLAG
EDWIN GANTERT
EDITION DREIKLEIN
TOPALIAN & MILANI
MARCO KERLER
DANUBEBOOKS VERLAG

BUCHKUNST VON EINAR TURKOWSKI UND DEN CONNOR BROTHERS

MUSIK:
KNULP
ROADSTRING ARMY
DUO KURZWEIL
SIEGFRIED ARNOLD
AYHAN COSKUN

Wir sagen danke an:
– Klaus Rinkel
– Museumsgesellschaft Ulm e. V.
– Verena Schneider & Venet-Haus Galerie

– Patrick Schmidt fürs Fotografieren und Filmen!
– Literatursalon Ulm e. V.
– Samy Wiltschek

– Wibke Richter
– Johannes Vogel
– Heidi Völzke
– Martin Leibinger
– Kathrin Häckert
– Buchhandlung Jastram, Ulm
– Vorstatttheater Ulm
– Stadt Neu-Ulm und Frau Mareike Kuch
– Free Fm Ulm
– Tommi Brem
… und allen, die geholfen haben oder gute Gedanken beisteuerten!

Eure Literaturwochenmacher
Florian L. Arnold
Rasmus Schöll
vielen, vielen Dank! Und bis nächstes Jahr!

++  08. 05. 2016  ++

Rückblick von „Litospress“

++ Der Literaturblog von Jan Haag blickt zurück auf die „Literaturwoche Donau 2016“
Vielen Dank an Jan Haag, für diesen wunderbaren Rückblick auf die Literaturwoche Donau 2016. „Alles ging nicht. Dazu war das Programm der „Literaturwoche Donau 2016“ zu prall, zu vielfältig, zu dicht. Es hieß auswählen, mit anderen Terminen und Interessen abstimmen – auch gelegentlich schweren Herzens verzichten. Was blieb, war mehr als genug. Begegnungen mit Autoren und Autorinnen, Künstlerinnen und Künstlern, Verlegern, und nicht zuletzt Musikern die lange in Erinnerung bleiben.“
>> weiterlesen

++  05. 05. 2016  ++

Die Beseitigung der modernen Ratlosigkeit!
Teil 1

++ Teatro Caprile beseitigt Ratlosigkeit und Humormangel!
Ein Hoch auf Austria – dort blühen die herrlichsten verschrobenen Autorenblüten. Oder Konrad Bayer. Texte dieser und auch vieler anderer Autoren sind selten auf der Bühne. Das Teatro Caprile hat sich Texte vorgeknöpft, die niemals zuvor auf der Bühne zu erleben waren – und bringt uns damit endlich die heiß ersehnte „Beseitigung der modernen Ratlosigkeit“!
Texte von Daniil Charms, Konrad Bayer, György Dalos und Florian L. Arnold.
Aufführungen am
3. 5. 2016, 19:30 Uhr, VorstattTheater Ulm (Premiere)
4. 5. 2016, 19:30 Uhr, Museumsgesellschaft Ulm
5. 5. 2016, 19:30 Uhr, Venet-Haus Galerie, Bahnhofstr. 41, Neu-Ulm
>> LINK zur Website des Teatro Caprile
>> LINK zum Blog Faselloch: „Kennen Sie Konrad Bayer?“

++  02. 05. 2016  ++

Kennen Sie Walter Frei?
Kennen Sie Werner Dürrson?

++ Heute: Walter Frei liest Werner Dürrson 
Es mag sein, daß Sie Walter Frei nicht kennen, auch nicht Werner Dürrson. Aber es wäre sicherlich kein Fehler, beide kennen zu lernen.
Walter Frei ist Schauspieler und seit der ersten Stunde Teil der kleinen feinen Bühne „Theaterei Herrlingen“, wo er große Rollen spielte, eigene Stücke entwickelte, als Dramaturg und Regisseur wirkte – und auch Literaturabende konzipierte, die seit vielen Jahren Pflichtprogramm sind für die Literaturfreunde der Region Ulm. Frei ist ein großartiger Erzähler und Rezitator, dem es gelingt, Stimmungen und Personen so darzustellen, daß sie im wahrsten Sinne des Wortes „lebendig“ werden.
Er liest heute abend im Rahmen der Literaturwoche in der „Venet-Haus Galerie“ in Neu-Ulm (LINK) und stellt den Lyriker Werner Dürrson vor, der einen einzigen großen Roman hinterließ – aber was für einen! „Lohmann – oder die Kunst, sich das Leben zu nehmen“ (Verlag Klöpfer & Meyer).
Eine schonungslose, autobiographsiche Rückschau, gesetzt in die schönsten und radikalsten Worte, die dem Lyriker Dürrson zur Verfügung standen. Ein mitreißendes Buch, ein Zeitdokument. Wir freuen uns darauf – 2. 5. 2016, 19:30 Uhr, Venet-Haus Galerie in Neu-Ulm
>> LINK zur Veranstaltung
>> Wo ist das?
>> Über Walter Frei & Theaterei Herrlingen (LINK)

++  01. 05. 2016  ++

Rückblick auf den Abend mit Gertraud Klemm

++  Was für eine schlagfertige, wortmächtige, dabei gut aufgelegte und witzige Autorin. Wir freuen uns, daß Gertraud Klemm bei uns zu Gast war und aus ihren Büchern „Aberland“ und „Muttergehäuse“ las und sehr offen Einblick in ihre Arbeit gewährte.
Sie blickt auch selbst zurück auf den Abend: „Dank an alle vom Team Literaturwoche Donau und Kulturbuchhandlung Jastram!“ 
>> LINK

++  30. 04. 2016  ++

Rückblick auf den Abend mit dem Bilgerverlag

++ Beitrag auf „Faselloch“ 
Neuentdeckungen, Wiederauflagen, die „Urbarmachung“ eines sechsten Literatur-Kontinents. Lesen Sie hier über den Bilgerverlag:
>> LINK

++  28. 04. 2016  ++

Wir gehen ins Museum!

++ Heute geht es ins Museum!
Neuentdeckungen, Wiederauflagen, Blicke über den Tellerrand: Ricco Bilgers Verlag ist eine Fundgrube für Leser, die nach dem Besonderen suchen. Das finden sie zum Beispiel im Werk von Roger Monnerat, der an diesem Abend seine Bücher vorstellt: blitzgescheite Prosa mit Einsprengseln von Humor und Surrealität.
“Kurzweil” begleitet uns musikalisch: virtuose, verspielte Kammermusik zwischen Klassik, Pop und Jazz.
Ort: Edwin-Scharff-Museum, Hermann-Köhl-Str. 12, 89231 Neu-Ulm

++  28. 04. 2016  ++

„Skizzen aus der Provinz“

++ Verlegersein kann auch in einer (relativ) kleinen Stadt Sinn machen. Vor allem, wenn man mit Herzblut Mut zur Nische beweist. Martin Gehring, selbst Autor und Publizist, schreibt in seinem Gastbeitrag beim Literaturblog „Faselloch“ über den Verleger- und Autorenabend der „Literaturwoche Donau“.
>> LESEN (Link)

++  27. 04. 2016  ++

„Ein Dienstagabend im April“

++ Dieser sehr schöne Bericht zum gestrigen Verleger- und Autorenabend, den Wibke Richter so fabelhaft moderierte, schickte uns Jan Haag (https://litos.wordpress.com)
Wir danken und möchten das gerne teilen – für alle, die nicht dabei sein konnten:
>> …weiterlesen!

++  26. 04. 2016  ++

Wo kommen die kleinen Verlage her?

++ Literatur, Gespräche, Musik: Bei diesem Autoren- und Verlegerfest im tradierten Neu-Ulmer Kulturcafé D’Art kommt die regionale Literaturszene zu Wort. Die Verlage DANUBEBOOKS VERLAG, TOPALIAN & MILANI VERLAG und EDITION DREIKLEIN stellen sich vor.
Was verlegen regionale unabhängige Verleger? Wie kommen sie an Autoren und Leser?
Darüber sprechen wir an diesem Abend auch mit den Autoren Tommi Brem, Martin Gehring, Marion Hartlieb und Marco Kerler, die jeweils ihre neuen Bücher vorstellen.
Zeigt eure Bücher: Autorenfest, Verlegerfest
Verlage und Autoren aus der Ulmer Region stellen sich vor.
Moderation: Wibke Richter
Livemusik von “Roadstring Army”
Eintritt: 5,00 €

++  23. 04. 2016  ++

Der mutige Schatzsucher

++ Sebastian Guggolz gründete seinen Verlag, um jene Autoren verlegen zu können, die ihm zusagen – vergessene Literaturnobelpreisträger wie Frans Emil Sillanpäa oder Heðin Brú, Michail Prischwin oder Andor Endre Gelléri. Guggolz, der Kunstgeschichte und Literaturwissenschaften studiert hatte und beim Berliner Verlag Matthes & Seitz tätig war, wagte 2013 den Weg in die verlegerische Eigenständigkeit. Er verlegt seither AutorenInnen des 19. und 20. Jahrhunderts aus Nord- und Osteuropa, die in Vergessenheit geraten sind.
Gutgelaunt las Sebastian Guggolz aus seinen Büchern und berichtete über den märchenhaften Gewinn in der Sendung „Quiz-Champion“, der es ihm ermöglichte, ohne finanziellen Druck seine verlegerische Vision umzusetzen. Ein anregender und geistreicher Gast, den Geld und Karriere nie interessierten, der immer nur eines wollte (und es erreicht zu haben scheint): so arbeiten zu können, wie es ihm gefällt.
>> Fotos des Abend auf unserer Bilderseite

++  22. 04. 2016  ++

Die starke Stimme der Lyrik

++ „Nora Gomringer ist die wohl wichtigste deutsche Dichterin ihrer Generation – und trotzdem ein Querkopf. Warum ihr Auftritt in Ulm mehr als eine Lesung ist… (…) Vor allem kann sie aber eines: Vortragen. Gomringer spricht, flüstert, schreit, singt und keucht, wenn sie ihre Texte rezitiert, sie verdreht die Augen und reckt die Hände nach oben. Auf den Poetry-Slam-Bühnen hat sie gelernt, wie man ein Gedicht zu einem Rocksong machen kann. Doch anders als gewöhnliche Slam-Poesie, die allzu oft nach Beifall heischt, verpuffen Gomringers Worte nicht, wenn dieser verebbt. Weil sie anspielungsreich („Ich bin Rilkes Panther-Tierpfleger“), humorvoll („Denn, wenn er nicht gestorben wäre, dann lebte er noch heute“) und auch tief bewegend sind.“
Fotos zum Abend haben wir auf unserer Bildergalerie eingestellt.
Der ganze Artikel von Marcus Golling in der Neu-Ulmer Zeitung hier: LINK

++  17. 04. 2016  ++

++ Maro-Verlagsabend entfällt!++

++ Aufgrund familiärer Umstände muss der Verlagsabend mit dem Maro-Verlag am 24. April entfallen. Wir hoffen das Beste für Benno Käsmayr und daß wir ihn bei einer kommenden Auflage der Literaturwoche in Ulm begrüßen können!

++  17. 04. 2016  ++

Deborah Feldman zu Gast…

++ Deborah Feldman beeindruckt. Nicht nur als Autorin des Erfolgsromans „Unorthodox“, sondern auch im persönlichen Kontakt. Über 60 Gäste in der gesteckt vollen Buchhandlung Jastram erlebten eine junge, beeindruckende Autorin von zutiefst humanistischer Auffassung.
Fotos des Abends von Kathrin Häckert und anderen haben wir HIER.

++  15. 04. 2016  ++

Die Literaturwoche Donau 2016 ist … eröffnet!

++ Heute wurde die Literaturwoche Donau 2016 in der Venet-Haus Galerie eröffnet. Zahlreiche Gäste wollten sich den Blick auf die Buchkunst-Arbeiten von Einar Turkowski und den Connor Brothers nicht entgehen lassen. Die Literaturwochen-Macher gaben einen kurzen Ausblick auf kommende Attaktionen.
HIER gibt es einen schönen Pressebericht der Neu-Ulmer Zeitung (von der Ulmer Zeitung mochte leider niemand kommen).
Zum Beispiel Deborah Feldman am 15. April bei Jastram oder Nora Gomringer am 20. April in der Ulmer Museumsgesellschaft.
Einige Impressionen des Abends wie immer auf unserer Facebookseite und auch unter „Bilder“ (LINK)

++  09. 04. 2016  ++

Die Literaturwoche trägt sich zu Markte…

++ Heute gab es die Literaturwoche auf dem Wochenmarkt zu erleben. Bücher und Literatur neben Spargel und Kohl? Warum nicht. Es kam trotz aprilkalter Temperaturen gut an. Auf unserer Facebookseite ein paar Eindrücke der Aktion:
LINK ++

++  08. 04. 2016  ++

Turkowski und die Connor Brothers:
BuchKunst und KunstBuch

++ Heute in der Venethaus-Galerie: Auspacken der Arbeiten von Einar Turkowski und den Connor Brothers. Die Ausstellung wird großartig. ++

++  10. 03. 2016  ++

Das ganze Programm. Wirklich alles.

Das Programm der Literaturwoche Donau 2016 steht. Und ist gespickt mit tollen Gästen aus der Literatur. Dazu feine Musik. Tolle Buchkünstler. Schaut einfach selbst und seid dabei, wenn wir am 14. April in der Kunstgalerie „Venet-Haus Galerie“ in Neu-Ulm die (bis jetzt) größte Literaturwoche im Zeichen unabhängigen Verlegens und Schreibens eröffnen!
Hier die PDF-Datei zum Herunterladen, Schmökern, Weiterschicken … !

++  06. 02. 2016  ++

SCHLUSS … mit Hesse!

Eine schöne Nachricht für uns und alle Gäste der Literaturwoche Donau: Der Verlag Klöpfer & Meyer gibt sich zur Lieraturwoche Donau 2016 die Ehre – und kommt zum Abschluss der Literaturwoche Donau 2016 am 7. Mai nach Neu-Ulm.
1991 wurde Klöpfer & Meyer als „Verlag für Schöne Literatur, Sachbuch und Essayistik“ in Tübingen gegründet, und zwar von Hubert Klöpfer, Klaus Meyer und einigen engagierten Compagnons.
Von Anfang an setzte der Verlag programmatisch nicht aufs bloß Erwartete, Marktgängige, Übliche, sondern er suchte das Besondere, die Entdeckung, die Überraschung – oder eben, frei nach Hannah Arendt: „Bücher fürs Denken & Lesen ohne Geländer“. An diesem Abend hören wir auch alles über das Buch „Sex mit Herrmann Hesse“.
Ab 21 Uhr spielt die junge Kultband KNULP. Knulp, der sympathische Landstreicher aus Hermann Hesses gleichnamigen Roman, ist der Pate und Namensgeber der Singer-Songwriterkooperation, von Marco Moritz und Marcus Molière. Folk und Seefahrtromantik zwischen Lemmy Kilmister und Bing Crosby.

++  01. 02. 2016  ++

Buchkünstler Einar Turkowski kommt nach Ulm

Das Ausstellungsprogramm zur kommenden Literaturwoche wird fein. Neben dem grandiosen Einar Turkowski, der in der Galerie im Venet-Haus seine Arbeit als Zeichner und Buchkünstler zeigt, kommen Londoner Buchkünstler „The Connor Brothers“.
Erstmals in Deutschland werden die witzigen Buch-Objekte der “Connor-Brothers” aus London gezeigt: Überarbeitungen von Buchcovern und -illustrationen entkitschen das Schmonzettenromanbild und machen aus Trash Kunst.
Eröffnung: 14. April 2016, 19:30 Uhr
Dauer der Ausstellung bis 28. Mai 2016. 
Große Vorfreude bei uns!

+++  13. 01. 2016  +++

Literaturwoche Ulm wird „Literaturwoche Donau“

Die nächste Literaturwoche in und um Ulm herum nimmt Formen an – und bringt ein paar Änderungen. Neben einem Förderverein, der momentan gegründet wird, öffnen wir uns für das Umland. Auch konzeptuell passen wir einiges an – was für uns bedeutet, daß wir ein wenig am Namen des „Kindes“ arbeiten und aus der „Literaturwoche Ulm“ die „Literaturwoche Donau“ machen.
Wenn wir am 14. April 2016 in der „Galerie im Venet-Haus“ in Neu-Ulm mit einer Ausstellung des Buchkünstlers Einar Turkowski starten, wird aber eines weiterhin Fixpunkt unserer Bemühungen sein: die Präsentation der unglaublich vielfältigen und kreativen Bereiche des unabhängigen Buchmarkts!

Florian L. Arnold & Rasmus Schöll,
Organisatoren der „Literaturwoche Donau 2016“

+++++

+++  28. 12. 2015  +++

Blick auf Lovecraft: Moebius:

Diesen Blick auf H. P. Lovecraft aus der Zeichenfeder des legendären Moebius wollen wir den Lesern unserer Seite nicht vorenthalten:
>> LINK


+++++


+++  28. 06. 2015  +++

Literaturwoche 2015:
Zwischen Hesse, Lenin und Handke:
Unser Abend mit dem Mirabilis-Verlag

Freitag, 26. Juni 2015, 14:00. Erhitzt steigen Johanna und Dieter Sander aus einem ICE, der sie bei sommerlichen Temperaturen ohne funktionierende Klimatisierung nach Ulm brachte. Was manch anderem ernsthaft die gute Laune zerschlagen würde, kann den beiden seit langem in Köln lebenden Künstler nichts von ihrer Fröhlichkeit und ihrer Vorfreude auf den Abend in Ulm nehmen.

Der gemeinsame Abend mit Verlegerin Barbara Miklaw, die Dieter Sander 2012 in den Vorarbeiten zu Lothar Strucks großartigem Buch über Peter Handkes Filmarbeit (Link) kennen lernte, war eine Begegnung mit einer „Überzeugungstäterin“. Denn wie die anderen Verleger, die uns in dieser Literaturwoche Ulm die Ehre gaben, verdient auch sie mit ihrem Verlag nicht, sondern ermöglicht mit erheblichem finanziellen und ideellen Einsatz Bücher, die die Leser brauchen. Das sind neben Erzählungen von Ingo Schramm, Rainer Rabowski, Lothar Struck, F. L. Arnold und Varik Bazil auch Sach- und Themenbücher.
Eines der wertvollsten dieser Bücher wohl Sanders Bericht über Fritz Picard (auszusprechen mit einem akzentuierten „d“!). Der Buchhändler und Antiquar pflegte nicht nur ein ungewöhnlich prominentes Netz von Kontakten – er ist in einer demnächst erscheinenden CD auch selbst zu hören. Ein ebenso kurzweilig und intelligent berichtender Zeitzeuge wie Dieter Sander selbst.

Der war nicht nur als Toningenieur beim WDR tätig, sondern lernte als Dokumentarfilmer wichtige Künstler und Politiker der 50er bis 90er Jahre persönlich kennen; viele Kontakte pflegt er bis heute.
Man wird in Kürze mehr von ihm lesen können – eine entsprechende Vereinbarung kam am Rande der Literaturwoche zwischen Barbara Miklaw und Dieter Sander zustande.
>> Programm des Mirabilis-Verlags

 

27. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015:
Ein Resümee der 17tägigen Veranstaltungsreihe auf „Con=Libri“

Jan Haags Blog „Con=Libri“ widmet sich literarischen Nischen – besonders möchten wir seine Artikel zu Arno Schmidt in Ulm und der Gruppe 47 in Ulm empfehlen.
Nun hat er ein schönes Resümee der diesjährigen Literaturwoche verfasst und wir finden, dass er unsere Highlights sehr treffend beschreibt – nachzulesen auf Con=Libri und hier:
„Die Literaturwoche Ulm ist gelungener Gegenentwurf zu kommerziellen “Literatur-Festivals”, die ausschließlich auf prominente Namen und aktuelle Bestseller-Titel setzen. Der Nische, dem Besonderen wird hier Bühne und Forum geboten. Dabei schließen sich Anspruch und Zuspruch keineswegs aus. Es kommen Menschen zusammen, die an ernsthaftem, deshalb nicht weniger unterhaltsamen Austausch über Literatur, Autoren, Verlage und den Buchhandel interessiert sind. Zudem ist es den Verantwortlichen gelungen ein Angebot mit einem sehr breiten Spektrum verschiedenster Ausdrucksformen auf die Beine zu stellen. Ein reizvolles Konzept mit Zukunft.“
>> Hier weiterlesen …

 

25. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015:
Zwischen Hesse, Lenin und Handke: Ein Abend mit dem Mirabilis-Verlag

Freitag, 26. Juni 2015, 19:30
Zwischen Hesse, Lenin und Handke: Ein Abend mit dem Mirabilis-Verlag
Ort: aus der Begegnung, Ulm, Grüner Hof 7, 89073 Ulm
Es liest Dieter Sander
Piano: Johanna Sander
Moderation: Florian L. Arnold

Dieter Sander arbeitete als Toningenieur für den WDR, unter anderem im Frankreich-Studio in Paris mit Peter Scholl-Latour. Er hatte eine eigene Filmproduktion, Cinta-Film, und erhielt seine fotografische Ausbildung bei Prof. L. Fritz Gruber. Er fotografierte u. a. bei der Entstehung des Films „Chronik der laufenden Ereignisse“ von Peter Handke. Bei seinen Reisen durch die Welt lernte Dieter Sander außergewöhnliche Menschen kennen: Schauspieler, Musiker, Bildhauer, Maler, Literaten und Politiker – und eben auch Fritz Picard, den Gründer der legendären Buchhandlung „Calligrammes“ in Paris. Er stellt uns sein Buch über Fritz Picard vor.
Verlegerin Barbara Miklaw spricht über ihren ungewöhnlichen Verlag, der Preziosen wie dem Buch Dieter Sanders eine Heimat gibt.

 

24. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015:
Beitrag zum Abend mit Verleger Jörg Becken

Marco Kerler, Autor, schrieb uns eine schöne Reminiszenz an den lebhaften Abend mit Verleger Jörg Becken.
Nachzulesen auf der Seite BEITRÄGE.

 

23. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015:
Literalottofotos!

Nun haben wir von Jan Eiden ein paar schöne Fotos vom Literalotto-Spezial-Abend im Café Animo bekommen. Nicht nur unsere Gäste und Literalottopaten werden sich über diese Erinnerung freuen: Fotos der Literaturwoche Ulm 2015

 

22. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015:
Teatro Caprile: Von Dienstfischen und Wassertrompetern
am 21. JUNI 2015, 19:30 Uhr, Stadtbibliothek Ulm

Ein großartiger Theaterabend in der Stadtbibliothek Ulm mit dem „Teatro Caprile“!
Fotos vom Abend finden Sie hier: L I N K

 

20. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015:
Teatro Caprile: Von Dienstfischen und Wassertrompetern
am 21. JUNI 2015, 19:30 Uhr, Stadtbibliothek Ulm

Zur „Literaturwoche Ulm 2015“ gastierte das Wiener „Teatro Caprile“ mit einer furiosen Revue der skurrilen Szenen von Fritz von Herzmanovsky-Orlando. An zwei Abenden spielte das Ensemble seine überaus gelungenen Umsetzungen der Theaterstücke, Szenen und Fragmente des Wiener Schriftstellers, der 1954 in Meran starb und zu Lebzeiten nur einen Roman veröffentlichen konnte.

Fritz von Herzmanovsky-Orlando, geboren 1877 in Wien; war nach dem Studium einige Zeit als Architekt tätig, bevor er sich ganz dem zeichnerischen und literarischen Schaffen zuwandte. 1904/05 lernte er seinen dann lebenslangen Freund Alfred Kubin kennen und fand in München Anschluss an den Kreis der „Kosmiker“ um Karl Wolfskehl, Ludwig Klages und Alfred Schuler. Herzmanovsky-Orlando arbeitete 1904/05 als angestellter, danach als selbständiger Architekt. 1911/12 gab er wegen schmerzhafter chronischer Nierentuberkulose seinen Beruf auf. Da er von Haus aus finanziell unabhängig war, lebte er von da an als Privatier für die Kunst, zeichnete, sammelte, restaurierte und schrieb.

„Tarockanien“ hieß Torberg, als Parallelaktion zu Musils „Kakanien“, das Atlantis Herzmanowskys; beim Autor selber hieß es „Tarokei“, nach dem in Österreich hochgeschätzten Kartenspiel. In dem Land geht die Wonne nicht unter, wohl aber Verkehrsgerät: Zum Beispiel können „bedeutende Schnellzugslinien, deren Expresse unter Pomp, Gestank und Donner von irgend einer Grenzstation abgelassen werden, im Innern dieses Landes nach kurzer Zeit spurlos versiegen, nachdem sie zuerst den Speisewagen durch irgendeinen geheimnisvollen Abschuppungsprozeß verloren haben“.
>> LINK zur Facebookseite

 

18. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015
Johann Martin Miller – ein Ulmer Barockdichter
19. 6. 2015, 19:30 Uhr, Stadtbibliothek Ulm

Im Rahmen der Literaturwoche 2015 findet in der Stadtbibliothek Ulm am Freitag, den 19. Juni um 19:30 ein ganz besonders ulmischer Abend für den Ulmer Barockdichter Johann Martin Miller statt.
Johann Martin Miller ist als Verfasser des seinerzeit größten Kassenschlagers nach Goethes „Werther“ bekannt. Seine Gedichte sollten den Sohn der Stadt Ulm zeitweise im ganzen deutschen Sprachraum bekannt machen, Kollegen wie Goethe oder Mörike beeinflussen und Miller einen Platz in der Literaturgeschichte verschaffen. Ihr Ton und ihre Poetik, und damit auch die des produktiven “Nonnenlieddichters” Miller, klingen noch in den Werken Goethes, Mörikes und der Gebrüder Grimm nach.

Literaturwissenschaftler Michael Watzka hat vor kurzem im Berliner Elfenbein Verlag erstmals dessen sämtliche Gedichte herausgegeben.
Eintritt frei.

Johann Martin Miller
Die Zufriedenheit

Was frag’ ich viel nach Geld und Gut,
Wenn ich zufrieden bin!
Gibt Gott mir nur gesundes Blut,
So hab’ ich frohen Sinn,
Und sing’ aus dankbarem Gemüt
Mein Morgen- und mein Abendlied.

 

17. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015
Jajaverlag in der Ulmer „Stiege“ zu Gast
17. 6.2015, 19:30 Uhr, freier Eintritt

JAJAverlag ist Kult, die „Machwerke“ – wie Verlegerin Annette Köhn ihre Bücher liebevoll nennt – sind grafische Schmuckstücke und mit zahlreichen Preisen gekürt. Und wenn sie für ein tolles Buch auch mal den finanziellen Ruin riskiert, gehört das zum Verlagsleben.
Das aktuelle Projekt „Tobisch“ von Joachim Brandenberg stellen wir vor und mit ihm viele funkelnde Jaja-Buchperlen.
Grafische Blätter und Auszüge aus “Tobisch” und anderen Jaja-Büchern sind ab 1. Juni (bis 1. Juli) in der neuen Tête-à-Tête Galerie Neu-Ulm zu sehen.
Die Stiege zeigt außerdem ab sofort grafische Blätter aus dem bei Jaja erschienenen Buch „This is not Uganda“ von Tine Fetz.
JAJA auf STIEGE: Annette Köhn und Joachim Brandenberg
Ort: Stiege Ulm (Treppenabgang an der Herdbrücke, Donaustraße Ecke Rosengarten in Ulm)

 

17. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015
Markus Hablizel zu Gast

„Heißen Sie wirklich so oder ist das ein Künstlername?“
Zugegeben: Hablizel ist schon ein sehr cooler Name für einen Verlag. Aber nicht ein erfundener. Der Verlag heißt so wie sein Macher und Markus Hablizel ist Überzeugungstäter. Nachdem er für „SPEX“ und für den Suhrkamp-Verlag gearbeitet hatte, stieß er auf den Roman „Skunk“ des amerikanischen Autors Justin Courter. Das Buch hatte noch keinen deutschen Verlag. Weil es Markus Hablizel so gut gefiel, ließ er es übersetzen und gründete einen Verlag. Fast hätte ihn das in den Ruin getrieben. Doch er fand einen Ausweg und heute ist sein Verlag eine der ersten Adressen, wenn es um „realistische Literatur mit einem Einschlag ins Fantastische“ geht. Zu den Autoren in seinem Programm gehören unter anderem Lars Popp, Wolfgang Frömberg, Peter Neitzke und Dietmar Dath – von dem Hablizel sagt: „Einer der besten deutschen Autoren der Gegenwart“.
In der „Schneiderei“ in Ulm erzählte Markus Hablizel zwei Stunden lang gut gelaunt vor einem interessierten Publikum von Autorenbegegnungen, von Verlegerträumen und aus der Verlagsszene.
Über diesen gelungenen Gesprächsabend hat Autor Marco Kerler (Ulm) einen ganz besonderen Beitrag verfaßt: LESEN

 

16. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015
Im Garten der Buchgelüste

5 Uhr morgens.
Noch ein paar Stunden Schlaf nach einem Literaturabend, der nachwirkt. Müdigkeit will nach so einem Abend einfach nicht eintreten.

Stefan Weidle (Weidleverlag) und Jörg Sundermeier (Verbrecherverlag) sprachen im Botanischen Garten über ihre Arbeit. Über Bücher, die man machen muß, selbst wenn alle wirtschaftlichen Aspekte dagegensprechen. Über das Entsetzen, das einen befällt, wenn Bücher als „Profit Center“ etikettiert werden. Sie sprachen über ihre Arbeit in der „Kurt-Wolff-Stiftung“, die sich für unabhängige Verlage und Buchhandlungen einsetzt. Sie sprachen über TTIP und wie dieses Konstrukt das Ende der Buchlandschaft inklusive aller etablierten Buchhandelsstrukturen aufzulösen droht.
Aber vor allem sprachen sie über Bücher. Schöne Bücher. Bücher, die man gemacht haben muß. Etwa das grandiose Buch „Donner über dem Meer“ von Heinrich Hauser, das Stefan Weidle als „tatsächlich die schönste Prosa, die ich jemals herausgeben durfte“ bezeichnet.

Er las einen kleinen Auszug aus dem Buch, eine nach Erde, Salz, Nässe riechende Verlockung in ein Irland im Dauerregen. Da ist ein Schriftsteller mit sich allein, muß allein sein, um einen Roman zu vollenden, der sich ihm verweigert. Dieser handelt von einem Mann und einer Frau, die sich in nächtlicher Großstadt begegnen. Er nimmt sie mit auf sein Zimmer, doch bevor er etwas über sie erfahren kann, muss er den Notarzt holen. Zugleich kämpft der Schriftsteller mit dem Land. Und fährt wütend aus der haut, weil er ein sterbendes Schaf nicht am Leben erhalten kann. Ein wortmächtiger, poetischer, emotional packender Roman, fragmentiert, in eindrückliche Szenen eines vagabundierenden Lebens in Irland verpacktes Statement. Es geht nicht darum, einen Roman zu schreiben. Es geht um die Gestalt der Welt, wie wir sie durch die Sprache erschaffen.
Stefan Weidle empfindet einen solchen Respekt vor dem Autor, daß er gerne eine ungewöhnliche Aufgabe übernahm: Er ist Erbe der Grabstelle Hausers und kümmert sich um deren Erhaltung: „Als es darum ging, daß das Grab in Dießen am Ammersee aufgelöst werden sollte, sträubte sich in mir alles. Also habe ich das Grab übernommen um es zu erhalten“.

Jörg Sundermeier las unter anderem aus dem Buch „Das Leseleben“ des 1927 geborenen Georgiers Giwi Margwelaschwili. Eine editorische Glanzleistung: Jedes der 1500 Exemplare dieses Buches ist einzigartig. In jedem sind die Texte und Illustra­tionen in neuer Reihenfolge miteinander kombiniert. Jedes Unikat ist fortlaufend nummeriert. Denn es geht um die Frage, wie die fiktionale Welt eines Buches entsteht. Wer führt das Leseleben? Der Lesende? Die Buchfigur – die auch ohne den Leser existiert und sich entwickelt. Oder am Ende gar die Buchstaben, etwa das „O“, das von zwei „T“s erdrückt wird?
Sundermeier sprach ebenfalls über Georg Kreisler. Der Verbrecherverlag publizierte das einzige Bändchen mit Lyrik des Wiener Satirikers. Interessante Fußnote: „Er hat verboten, daß aus diesen Versen Vertonungen gemacht werden. Er selbst wollte die Gedichte auch nicht vertonen“, erklärt Sundermeier. Kreisler war 83, als er seinen ersten Gedichtband mit Sundermeier vorstellte.

Zuletzt betrat als Gast der Verleger und Publizist Markus Hablizel die Bühne. Mit seinem Hablizel-Verlag setzt er fort, was Weidle und Sundermeier seit vielen Jahren verlegerisch umsetzen: Die Idee eines inhabergeführten Verlages, der von einer vertrauensvollen und langfristigen Zusammenarbeit von Autor und Verlag lebt. So entstehen richtig gute Bücher.

19:30 Uhr.
Der Abend beginnt.
45 Gäste im Gewächshaus des Botanischen Gartens, die noch nicht wissen, daß sie zweieinhalb Stunden lang gebannt an den Lippen der Verleger hängen werden.

15. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015 – Heute abend im
Botanischen Garten der Universität Ulm
* bei jedem Wetter! *

HEUTE, Montag, 15. Juni, 19:30 Uhr lernen wir im Botanischen Garten der Universität Ulm die beiden Verleger Stefan Weidle und Jörg Sundermeier kennen. Stefan Weidle widmet sich mit seinem Verlag der Literatur der 20er und 30er Jahre und Übersetzungen fremdsprachiger Gegenwartsliteratur. Die Kunst erhält in Form von Kunstkatalogen einen Raum, sowie bei der Umschlagsgestaltung durch Künstler.
Jörg Sundermeier gründete seinen Verbrecher-Verlag, weil er vom manischen Leser zum Publizisten werden wollte.
Zwei herausragende Verlegerpersönlichkeiten unterhalten sich amüsant und unzensiert über Autoren, Buchmarkt und die Entdeckerfreude des Verlegers an wiederentdeckten Klassikern und Literatur der Zukunft.
Ein Überraschungsgast komplettiert die Gästeliste des Abends.

Montag, 15. Juni 2015, 19:30 Uhr  |  Verbrecherverleger und Entdeckerfreuden: Stefan Weidle und Jörg Sundermeier
Ort: Botanischer Garten der Uni Ulm, Gewächshaus
* Veranstaltung findet auch bei typischem Ulmer Wetter statt! *
Eintritt: 6 / 4 €
Facebook: LINK

Weidle & Sundermeier im Botanischen Garten Ulm am 15. 6. 2015 um 19:30 UHR
Weidle & Sundermeier im Botanischen Garten Ulm am 15. 6. 2015 um 19:30 UHR

 

  14. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015 – Worte von Marco Kerler zu „Schöne Aussichten“

Am 14. 6. waren wir in der vollbesetzten „Schneiderei“ in Ulm mit „Münch & Sauer“ zu Gast. Ein großartiger, politisch-satirischer Kabarettabend. Marco Kerler, Autor aus Ulm, hat seine Eindrücke festgehalten. Zu finden auf unserer „Beiträge“-Seite (LINK)
Wir freuen uns auch, daß Literaturblogger Jan Haag, dessen Seite CON=LIBRI wir einem aufmerksamen Blick empfehlen möchten, über den Abend der Arno-Schmidt-Gesellschaft schrieb. Auch diesen Text finden Sie in den „Beiträgen“.

 

13. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015 – Schöne Aussichten
mit „Münch & Sauer“

Wer kann mit Worten und Formulierungen treffender arbeiten wie Kabarettisten?
Mitten ins Schwarze treffen mit ihrem querköpfigen Kabarett Hanna Münch und Heike Sauer. Sie lassen ihren Blick schweifen, nicht schleifen.
Morgen, 14. Juni um 19:30 Uhr im Café „Schneiderei“ in Ulm (Schillerstraße 1/4)

 

13. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015 – Arno Schmidt
und „Applausordnung“

Bernd Rauschenbach und Susanne Fischer von der Bargfelder „Arno-Schmidt-Stiftung“ stellten die Korrespondenzen des eigenwilligen Autorengenies vor, die man im Buch “Und nun auf, zum Postauto!” nachlesen kann. Darin versammelt: Briefe von Arno Schmidt an Max Ames, Alfred Andersch, Max Bense, Gerda Berger, Walter Boehlich, Heinrich Böll, Jörg Drews, Heinrich Dröge, Heinz Jerofsky, Lucy Kiesler, Ernst Krawehl, Ernst Kreuder, Heinrich Maria Ledig-Rowohlt, Rudolf Walter Leonhardt, Jürgen Manthey, Wilhelm Michels, Else Murawski, Claus Nissen, Bernd Rauschenbach, Jan Philipp Reemtsma, Hans Riebesehl, Eberhard und Dorothea Schlotter, Clara Schmidt, Johannes Schmidt, Siegfried Unseld, A. Paul Weber, Hans Wollschläger u. a.
Wir erfuhren an diesem Abend, warum Arno Schmidt und Martin Walser nie mehr zu Freunden wurden und mit welch warmen Worten Schmidt seinen Kollegen Hans Wollschläger tröstete, als dessen Erstling von der Presse nur veralten aufgenommen wurde. Zuletzt auch eine interessante Fußnote: Schmidt, der sich immer wieder durch finanziell prekäre Situationen bringen mußte, bekam 1977 von Jan Philip Reemtsma das großzügige Angebot einer Unterstützung – wahlweise als monatliche Zahlung oder als Einmalzahlung. Schmidt bezog diese Förderung auf ein ganz spezielles Buchprojekt, den „Lilienthal“ – der auch in den letzten beiden Lebensjahren Schmidts nicht mehr aus dem Fragmentstadium herauskam.
Am Freitag, 13. 6. las Bernd Rauschenbach aus seinem eigenen Prosawerk „Applausordnung“ – der Mensch als Tier, das auftritt.
[TEXT: Arnold]

>> Und nun auf, zum Postauto! Suhrkamp Verlag 2013. 296 Seiten. ISBN 978-3-518-80370-7

 

10. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015 – Eröffnung mit Tex Rubinowitz

Dünn, quirlig, mit lebendig blitzenden Augen und erstaunlicher Gestik gesegnet ist dieser Tex Rubinowitz, 1961 geborener Wahl-Wiener und Sieger des renommierten Bachmannpreises 2014 in Klagenfurt. Zur Literaturwoche Ulm 2015 hatte sich Initiator Florian L. Arnold diesen Autor und Zeichner als Eröffnungsgast gewünscht; ein Wunsch, der nun in der Museumsgesellschaft Ulm in Erfüllung ging. Wortreich, mit voluminöser Gestik und eindrucksvoller Mimik, hielt es den Mann nicht auf dem bereitgestellten Stuhl. Um sich in dem von Neugierigen überfüllten Saal der Museumsgesellschaft Ulm Gehör zu verschaffen, stieg Rubinowitz auf einen Stuhl – und blieb fast den ganzen Abend über dort. Er ließ keinen Platz für Eröffnungszeremonien, Formalitäten, Konventionen. Man kann es ihm nicht verübeln: Als Autor, Zeichner und Musiker hat schließlich seinen Ruf als Außenseiter und charismatischer Unangepasster zu verteidigen. Das ist ein Fulltime-Job mit einem Bachmann-Preis in der Tasche, 53 wechselvollen Jahren auf dem Buckel und einer ehrenden Ausstellung im Wiener Museum „Leopold“.

Aus seinen Büchern „Irma“ und „Die Sieben Plurale von Rhabarber“ las der Autor ein wenig vor. Wenig. Lieber erzählte er Schnurren und Anekdotisches rund um die Entstehung der Bücher, machte Witze und Wortspiele; wenn Rubinowitz auf der Bühne steht, sollte man besser auf alles gefasst sein. Ein paar mag es gegeben haben, denen der Abend nicht gefiel. Das Gros der Gäste wußte den unkonventionellen und begabten Erzähler freilich zu schätzen, der zuletzt fleißig Bücher signierte oder mit kleinen Zeichnungen verzierte.
Beispiele seiner Begabung als Karikaturist und Cartoonist zierten die Wände der Museumsgesellschaft – zu sehen sind diese mit klarem Strich skizzierten Cartoons bis 1. Juli im Foyer der Ulmer Stadtbibliothek unter dem Titel „Wollen wir uns Nichtduzen?“ (LINK)

Bei der Literaturwoche Ulm, die sich über fast drei Wochen erstreckt, wird es um die kleinen, um die unabhängigen Verlage gehen, denn: „Diese Verlage veröffentlichen Literatur noch, weil sie an die Literaten glauben, und nicht an den Profit.“
[TEXT: Arnold]

>> Presse-Spiegel

 

30. 05. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015 – die Ausstellungen

Literatur gewinnt immer durch das schön gestaltete Buch. So legen wir bei der diesjährigen Auflage der Literaturwoche auch Wert auf kleine Präsentationen schöner buchgrafischer Werke.
Ab 1. Juni sind in der Neu-Ulmer TAT-Gallery Arbeiten und Bücher des innovativen und verspielten Jajaverlags zu sehen. Die Eröffnung findet am 1. 6. um 19 Uhr statt. Die Bücher kann man bei Jastram (Schuhhausgasse, Ulm) erwerben – und findet dort auch eine Reihe amüsanter Kleinigkeiten und Non-Book-Gags von Jaja.

Ab dem 3. Juni zeigt das Café Schmizz am Judenhof in Ulm eine Auswahl von Thomas-Pynchon-Zeichnungen des Zeichnergenies Max Häring aus Giengen. Härings Zeichnungen spinnen die psychedelisch-bildmächtigen Welten des mythischen amerikanischen Autors kongenial weiter – wir freuen uns, daß der Künstler in die Bresche der Ausstellung mit Werken des Klakverlags springt und uns seine unnachahmliche Kunst zum Buch zeigt. (bis 10. 7. 2015).
>> FLYER zum Download

Nicht zuletzt wird die schon zum Eröffnungsabend gezeigte Cartoonkunst von Tex Rubinowitz ab 11. Juni im Foyer der Stadtbibliothek Ulm zu sehen sein. Rubinowitz‘ Figuren sind scheinbar einfach gezeichnet – aber hinter der klaren Linie und den lakonischen Sprüchen verbirgt sich saftige Satire und melancholischer Wahnwitz!

 

14. 05. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015 – das Programm

Die Literaturwoche Ulm wirft einen Blick auf kleine und unabhängige Verlage.
Was passiert dort, wo Verleger und Autoren noch ganz nah zusammen arbeiten?
Wer sind die Literaturmacher und -klassiker von Morgen?
Mit unseren Kooperationspartnern stellen wir ungewöhnliche neue Autoren und Verleger, eigenwillige Verlagsprogramme und Wortkünstler vor.
LINK zum Flyer (ISSUU)

 

Übersicht

Di., 09. Juni, 19:30 Uhr,
Eröffnung – mit TEX RUBINOWITZ
Eröffnung der Ausstellung mit Zeichnungen von Tex Rubinowitz
Museumsgesellschaft Ulm

Do., 11. Juni, 19:30 Uhr
Ein Abend für Arno Schmidt – mit Bernd Rauschenbach und Susanne Fischer,
Kulturbuchhandlung Jastram

Fr., 12. Juni,
Ein Abend mit Bernd Rauschenbach
19:30 Uhr, Kulturbuchhandlung Jastram

So., 14. Juni,
„Schöne Aussicht“: Literaturkabarett, 19:30 Uhr,
Café „Schneiderei“

Mo., 15. Juni, 19:30 Uhr
Stefan Weidle und Jörg Sundermeier,
Botanischer Garten der Uni Ulm

Di., 16. Juni, 19:30 Uhr,
Hablizel: small parts isolated and enjoyed,
Wiley-Kiosk, Neu-Ulm

Mi., 17. Juni, 19:30 Uhr,
Jaja auf Stiege,
Stiege Ulm

Do., 18. Juni, 19:30,
LiteralottoSpezial mit Markus Hablizel, Birgit Böllinger und Josef Feistle
Café ANIMO!

Fr., 19. Juni, 19:30 Uhr
Johann Martin Miller,
Stadtbibliothek Ulm

Sa, 20. Juni, 20 Uhr
Brett im Schtoi, Pfaffenhofen a. d. Roth:
Teatro Caprile: Wassertrompeter und Dienstfische

So., 21. Juni, 19:30 Uhr
Teatro Caprile: Wassertrompeter und Dienstfische 2,
Stadtbibliothek Ulm

Di., 23. Juni, 19:30 Uhr
KLAK-Verleger Jörg Becken,
Griesbadgalerie

Fr., 26. Juni, 19:30 Uhr
Dieter Sander & Mirabilis Verlag
Haus der Begegnung Ulm

 

 

29. 03. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015 – die Mitwirkenden, Teil 1

Folgende Stationen werden unsere diesjährige Entdeckungsreise in die Welten unabhängiger Verlage begleiten:
– Museumsgesellschaft Ulm
– Griesbadgalerie Ulm
– Stadtbibliothek Ulm
– „Stiege“ Ulm
– Botanischer Garten der Universität Ulm
– Kulturbuchhandlung Jastram
– Wiley-Kiosk, Neu-Ulm

Wir freuen uns, daß folgende Verlage bislang zugesagt haben:
Mirabilis-Verlag
Jaja-Verlag
Hablizel-Verlag
Weidle-Verlag

Unser Eröffnungsgast am 9. Juni ist Tex Rubinowitz, der über seine Tätigkeiten als Autor und Karikaturist schreibst und uns seinen neuen Roman IRMA vorstellen wird.

 

29. 01. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015 – mit TOBISCH!

Der Berliner Jaja-Verlag von Annette Köhn wird uns bei der Literaturwoche 2015 die Ehre geben – nachdem wir 2014 wegen der übermächtigen „Konkurrenz“ durch das Fußball-WM-Finale zurücksteckten. Zu den Dingen, auf die wir uns sehr freuen, gehört auch das neueste Jaja-Werk, der Tobisch. Anette besucht uns im Juni mit vielen neuen Büchern und einem fabelhaften meisterlichen Comicwerk: Tobisch – gezeichnet von Joachim Brandenberg.

Man nehme: Eine alte Kurzgeschichte des virtuosen O. Henry, einen talentierten und gewieften Comic-Autor mit seinen modernen Werkzeugen der Bildbearbeitung, sowie viel Rafinesse und Sorgfalt. Und man bekommt: Eine Literaturadaption in Form einer ästhetisch geradezu überrealistischen Graphic Novel.
Die Geschichte handelt vom deutschen Einwanderer Tobisch, der auf der Suche nach seiner verschollenen Verlobten die ganze Stadt mit handgezeichneten und ausführlichen Steckbriefen tapeziert.
Über die wird Johann, ein weiterer Einwanderer aus Deutschland auf Tobisch aufmerksam und nimmt sich seiner an. Er versucht ihm zu helfen, aber auch von seinen Sorgen abzulenken, was bei dem durchweg manisch wirkenden Tobisch nicht recht gelingen will. Die beiden geraten in einen Strudel der Ereignisse, von einem Besuch auf Coney Island, über die Prophezeiung einer Wahrsagerin, neuer Bekanntschaften mitsamt Verständigungsproblemen und konträren Beweggründen, bis schließlich Tobisch seine Geschichte selbst zu Ende dichtet.

AKTUELL sucht dieses großartige Projekt noch Unterstützer auf STARTNEXT – wir bitten euch, nehmt diese Möglichkeit einer Unterstützung ernst und helft, ein einmaliges Comicbuch in die Welt zu bringen!

TOBISCH-Video

 

14. 01. 2015 ///////////

LiteraLotto startet!

Am 16. Februar startet in der Ulmer „Kulturbuchhandlung Jastram“ (LINK) das neue Literatur-Mitspielformat LiteraLotto. Mehr aktuell auf der Blogseite und auf Facebook.

 

07. 12. 2014///////////

Ein ungewöhnlicher Künstler im Ulmer Wintergrau

Derzeit campiert der britische Aktionskünstler Stephen Sheehan in der Griesbadgalerie. Wie man auf den folgenden Fotos sehen kann, ist das buchstäblich so. Stephen bringt nicht nur für einen kurzen Zeitraum mit seinen markanten Aktionen etwas positive Unruhe ins Ulmer Wintergrau – er fiel uns auch auf mit seinen kurzen Notaten und Skizzen, die in ihrer knappen Art eine fesselnde Poesie besitzen:

 

04. 12. 2014///////////

Ideensammeln für 2015, Teil 2 – ein Gast aus Wien …

Wir sind mitten in der Planung für die nächste Literaturwoche und freuen uns, schon mal die Eröffnung am 9. Juni 2015 mit einem ganz besonderen Gast bekannt geben zu können: Tex Rubinowitz wird uns in Ulm die Ehre geben, als Autor und Karikaturist. Tex Rubinowitz, der in Hannover geboren wurde und in Wien lebt, hat den 38. Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Seine „wilde, schöne und sehr seltene Liebesgeschichte“ mit dem Titel „Wir waren niemals hier“ überzeugte die Jury in Klagenfurt – die humorige Texte traditionell eher nicht in die engere Auswahl läßt.

Seine Cartoons erscheinen unter anderem im Wiener Stadtmagazin Falter, in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und im Satiremagazin Titanic. Er veröffentlichte zahlreiche Texte im Blog „Riesenmaschine“.

Na, das geht doch schon gut los …

Euer Literaturwoche Ulm-Macher Florian L. Arnold

 

06. 09. 2014///////////

Ideensammeln für 2015 – die nächste Literaturwoche gewinnt Form

Dieses Jahr ließen wir uns wenig Zeit – die nächste Literaturwoche wird dafür um so ruhiger geplant. Und doch haben wir schon die ersten Ideen auf dem Tisch und freuen uns, daß mit der Stadtbibliothek Ulm ein weiterer Kooperationspartner gefunden ist. Wieder werden wir mit der „Stiege Ulm“ und dem Theater Neu-Ulm zusammenarbeiten, und auch für den Spielort „Botanischer Garten der Universität Ulm“ formieren sich gerade konkrete Ideen.

Ein paar schöne Meldungen unserer diesjährigen Teilnehmer möchte ich an dieser Stelle gerne weitergeben: Der Würuburger Stellwerck-Verlag hat es geschafft und die Villa „Jungnickl“ anmieten können, um dort ab kommendem Winter Lesungen, Poetry-Slams und auch Performances und Ausstellungen anbieten zu können. Eine tolle Initiative, die Nachahmer finden sollte! LINK

Samy Wiltschek lässt den Herbst nicht ruhig angehen – prallvoll ist sein Terminkalender. Und da findet sich neben dem Dauerbrenner „Erste Seite“ auch manches Schmankerl:
Freitag, 12.September um 19 Uhr gibt es das “Shortlistlesen” – da werden die sechs Bücher vorgestellt, die auf der Shortlist zum deutschen Buchpreis sind. Wer kommt, darf schon mal mit abstimmen, wer den Preis verdient hat (leider nicht verbindlich für die Jury).

Am 9. Oktober findet auch wieder unser CHAOSLESEN statt. LINK
Das haben wir mit Autorin Renate Hartwig ein „lebendes Gästebuch“, das sich vor Kontroversen und Krisen nicht scheut und als die „Mutter Courage“ unter den deutschen Sachbuchautor(inn)en gilt.
Am 6. November und am 4. Dezember steigen dann die Chaoslesen-Ausgaben im letzten Quartal. Wer mehr erfahren möchte, schaut bitte immer wieder mal auf dieser Seite und auch auf der Facebookseite der Literaturwoche nach!

 

26. 07. 2014///////////

Uwe Johnson-Marathon – am 21. 8. in der Kulturbuchhandlung Jastram

Uwe Johnson (* 20. Juli 1934 in Cammin, Pommern; † 24. Februar 1984 in Sheerness on Sea, England) war ein deutscher Schriftsteller, dessen Hauptwerk der umfangreiche Roman „Jahrestage“ ist. Johnson formulierte damit eine – so Kritiker Joachim Kaiser“ – „tröstliche Utopie, dass auch die rücksichtsloseste Diktatur nicht die Seelen ihrer Opfer zu beherrschen“ vermöge. Zu Uwe Johnsons 80. Geburtstag gibt es in Ulm die Möglichkeit, sich diesem ein wenig aus dem Fokus geratenen Meister wieder zu nähern – mit einer Marathon-Lesung am Donnerstag, 21. August 2014.

Johnsons Roman beginnt am 21.August 1967 und endet nach vier Teilen mit dem 20. August 1968.
Das heißt: Am 21. 8. beginnen wir um 19 Uhr zu lesen – und schauen, wie weit wir im Werk mit einer angepeilten Marathonzeit von 3:30 Std. kommen.

Dazu benötigen wir natürlich noch viele MitleserInnen, die bereit sind, jeweils eine halbe Stunde Lesung (entspricht ca. 10-12 Seiten Roman) zu übernehmen.
So etwas haben wir noch nie versucht – Samy Wiltschek freut sich über Mitlesende und Mithörende.
Am Donnerstag, 21.August ab 19 Uhr HIER.

LINK zur Suhrkamps Johnson-Seite

Uwe Johnson: Jahrestage - erschienen im SUHRKAMP VERLAG
Uwe Johnson: Jahrestage – erschienen im SUHRKAMP VERLAG

14. 07. 2014///////////

Taube Redekünstler, Überraschungsgäste und Tanten im Keller:
Das war die erste Literaturwoche Ulm 

Unglaublich, was in rund 14 Tagen alles entstanden ist im Rahmen dieser ersten Literaturwoche.
Unglaublich, was für großartige Gäste wir hatten.
Unglaublich, wie gut und interessiert die Ulmer reagierten.
Unglaublich, wie oft wir zu hören bekamen: Das macht ihr nächstes Jahr wieder!

Jürgen M. Brandtner las rabenschwarz-makabre Texte. Und begeisterte das Publikum zusammen mit Gabriele Fischer-Berlinger und Komponist und Pianist Siegfried Arnold derart, daß man am Ende gemeinsam „Ich hab meine Tante geschlachtet“ in einer sehr eigenwilligen Bearbeitung sang. Und um Zugabe bat.
Josef Feistle eröffnete die Literaturwoche mit seinem hintersinnigen Bühnenprogramm „Ich fress mir aus der Hand“ und stellte dabei nicht nur seine neuen Texte vor, sondern kündigte gleich sein nächstes Buch an: Reise durch Italien.
Axel Roitzsch stellte erstmals seinen Roman „Der Redner“ vor – in dem es um einen  tauben Rhetorikkünstler geht. Seine Verlegerin Christine Ott begleitete ihn und stellte ihren Stellwerck-Verlag vor – Open Air in der Ulmer „Stiege“, am einzigen echten Sommertag, der in Ulm zwischen dem 25. Juni und dem 6. Juli zu erleben war. Da lächelte der Himmel herab auf eine Veranstaltung, die Pauline Füg mit einer Rezitation aus ihrem kleinen Buch „Zauberspruch für Verwundete“ abrundete.
Das Chaoslesen mit Walter Baco dürfen wir auch als Erfolg werten – wenn auch die Lokalpresse unterschiedliche Starttermine des Abends lanciert hatte, so daß wir also um 19 Uhr irgendwie anfingen und dann, damit alle Späterkommenden noch etwas vom Abend hatten, ordentlich in die Verlängerung gingen.

Leider mußten wir den Abend mit dem Jaja-Verlag und Annette Köhn verschieben – das Halbzeitspiel der Fußball-WM mit Public Viewing im Hinterhof des Veranstaltungsortes war eine zu übermächtige Konkurrenz. Annette kommt im Herbst nach Ulm.
Darauf freuen wir uns.

Was gibt es zu verbessern?
Beim nächsten Mal würden wir uns etwas Aufmerksamkeit der Ulmer Presse wünschen. Obwohl wir als „Literaturwoche Ulm“ antreten, fand die Berichterstattung primär durch die Neu-Ulmer Zeitung statt (wofür wir danken).
Im kommenden Jahr würden wir den Illustratoren und Buchgestaltern gerne etwas mehr Platz einräumen – ein Ausstellungsort wird also noch zu finden sein.
Und wir möchten uns weiter in die Welten der kleinen und unabhängigen Verleger begeben und 2015 lohnenwerte Bücher und ihre Autoren vorstellen, die unser Programm bereichern – nach dem Motto: Klein, fein und gedruckt.

Aktuelle Infos und Literaturtipps gibt es natürlich auch weiterhin auf unserer Facebookseite.

 

07. 07. 2014///////////

Wenn sich Klischees streiten: Piefke-Poeten im Botanischen Garten Ulm 

Die Idee entstand schon vor über einem Jahr – da war der Wiener Autor Walter Baco zu Gast im Theater Neu-Ulm, stellte dort sein Solo-Programm „Breaben Sie Bribier!“ vor – und kam anschließend mit mir ins Gespräch.
In ein langes Gespräch.
Wir hatten dabei viel Spaß, aus dem Autorenfachsimpeln wurden kleine Spinnereien, an deren Ende die Idee stand, einmal etwas gemeinsam auf der Bühne zu machen. Die „Piefke-Poeten“ sollte eine Mischung aus Lesung und Improtheater werden, mit den Klischees über Österreicher und Deutsche als rotem Faden.
Rund ein Jahr später: Da ist Walter Baco Spezialgast beim „Chaos-Lesen Spezial: Die Donau“ im Rahmen des „Internationales Donaufest 2014“. Was liegt näher, als seine Anwesenheit in Ulm zu nutzen und einen Auszug aus dem Programm zu zeigen, inklusive aller „offenen“ und in Entwicklung stehenden Bestandteile. Ein Blick auf ein Work-in-Progress-Projekt also.
Mit dem Botanischen Garten Ulm und seiner Kustodin Monika Gschneidner fanden wir eine ideale Partnerschaft für dieses Projekt. Die etwas traurige Wetterlage machte einen Umzug ins Gewächshaus notwendig, was sich als sehr schöner Rahmen erwies. Und zu den Wortkapriolen der Piefke-Poeten kam dann trotz des reichhaltigen Angebots an anderen kulturellen Events (Donaufest u. v. a.) ein großes Publikum.

Die Neu-Ulmer Zeitung berichtete:
“ (…) Man kann sich seinen Sitznachbarn im Zug halt nicht aussuchen. Das denkt der mies gelaunte Herr Stiefelspütz, als er im Abteil neben dem gut aufgelegten Wiener Krausbirn landet. Der humorlose deutsche Michel gegen den hoffnungslos optimistischen Österreicher: Das ist die Ausgangssituation der „Piefke-Poeten“, die sich zum Abschluss der Literaturwoche der Griesbadgalerie erstmals gemeinsam vor ein Publikum wagen.
„Testfeld“ hatte das Duo – bestehend aus dem Wiener Schriftsteller und Schauspieler Walter Baco und dem Satiriker Florian L. Arnold– den Abend überschrieben, und das war durchaus Teil des Konzepts. Denn statt eines durchgeplanten Literaturtheaters gab es viel Improvisation im Eingangsbereich zu den Gewächshäusern des Botanischen Gartens. (…) Dass die Zusammenarbeit der beiden spitzzüngigen Autoren viel Potenzial hat, haben die „Piefke-Poeten“ zuvor allemal bewiesen.
Ein gelungener Abschluss für die Literaturwoche also, die ihrem Organisator Arnold auch insgesamt viel Freude bereitet hat: „Wir sind sehr zufrieden.“ Alle Veranstaltungen seien gut besucht gewesen, manche hätten sogar „richtig eingeschlagen“.

Mehr ist hier nachzulesen:
Eine Sprache, zwei Welten – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine:
http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Eine-Sprache-zwei-Welten-id30546367.html

 

06. 07. 2014///////////

Giftschrank, Herzstillstandbücher und Donaureisen:
Das „Chaoslesen Spezial“ am 6. Juli 2014 

Beim „Chaos-Lesen Spezial: Die Donau“ im Rahmen des „Internationales Donaufest 2014“ konnte das Theater Neu-Ulm ein ausgesprochenes erlesenes (man kann auch sagen: „handverlesenes“) Publikum begrüßen, darunter den Programmverantwortlichen des Donaufestes, Dr. Volkmar Clauß. Dazu hatten sich wirklich an Literatur Interessierte eingefunden – trotz dieses wunderbar warmen Sonnen-Sommer-Sonntags, der die Massen an die Donau zu den (Freiluft-) Festival-Angeboten lockte. Selbst Dr. Clauß, der nun in der Wolle gefärbte (ehremalige Intendant des Ulmer Theaters und anderer Bühnen, zum Beispiel Kiel), gestand: „Unter normalem Umständen würde ich bei einem solch tollen Wetter mit derartigen Freiluft-Angeboten auch nicht in ein Theater gehen.“

Bei diesem Chaoslesen Spezial hatten die beiden Kooperierenden Heinz Koch (Theater Neu-Ulm) und Florian L. Arnold folgendes im Köcher: Kurzweiliges aus neun Sparten, Kopfbedeckungen mit komischen Attitüden, Kurzhörspiele und Giftschrank-Schrecken, dazu mit Walter Baco einen Gast am Piano, der die notwendigen Melodien für das literarische Lotto lieferte, in eigene Kompositionen eingeflochtene Motive wie die „blaue Donau“ oder auch die „Moldau“ zum Beispiel.
Zu dumm, dass wirklich keiner die österreichische Nationalhymne erkannte. Der Bonuspreis konnte also nicht vergeben werden.

Herzstillstand, wenn vom Zufallsgenerator der „Giftschrank“ herausgefiltert wird und die Zuschauerin, welche die eingespielte Melodie erkennt und daraufhin die „Unterste Schublade“ und daraus das schwarze Buch wählt. Denn dort lauert so ziemlich das Unterirdischste, was in Sachen Buchdruck denkbar ist, hat so gar nichts von Literatur, sondern viel von politischem Ungeist an sich. Das gehört auch dazu: Daß man auch die Grenzbereiche der Literatur erkundet, auch mal den Wert eines Buches hinterfragt.
Natürlich war der Wiener Multikünstler Baco (Komponist, Musiker, Autor, Verleger, Choreograph und Theaterleiter) auch eine hervorragendes „Lebendes Gästebuch“, verabreichte einige Kostproben aus seinem reichhaltigen Oeuvre, am Ende als eine Zugabe aus seinem „Ratgeber wider die Vernunft“, die flankiert wurden durch eine Arnoldsche Auslassung zum Thema „Theaterhusten“.
Florian L. Arnold hatte außerdem vorbereitet eine Literaturliste zum Abschmökern der literarischen Leckereien, welche die Lese-Chaoten im Bühnenbild versteckt hatten!

Eine Besucherin schreibt auf dem „Publikumsstimmen-blog“ (des Theater Neu-Ulm):

Ich war das erste Mal beim Chaos-Lesen, wusste nicht, was mich erwartet und war sehr angetan. Die kurzen Ausschnitte aus den sehr unterschiedlichen Büchern machen sehr oft Lust zum Weiterlesen (manches wirkt auch erst durch die humorvolle und ausdrucksstarke Interpretation der Vortragenden). Die musikalische „Untermalung“ war abwechslungsreich und richtig gut. (…)“

Und dies konnte man im Literaturblog des Donaufestes Ulm 2014 (LINK) nachlesen:

„(…) Die an Impro-Theater und Poetry Slam anlehnende Vorstellung war sehr unterhaltsam und abwechslungsreich und eine wunderbare Möglichkeit, neue und alte literarische Schätze auszugraben oder sich vorstellen zu lassen. Besonders lobenswert finde ich auch, das allen Interessierten eine Liste mit lesenswerten Werken zusammengestellt wurde, sodass einem auch als weniger aktiver Zuschauer, der vielleicht nicht mit Schreibblock und Stift in der Hand sich alles Lesenswerte notiert hat, das ein oder andere literarische Schmankerl nun doch in Erinnerung bleibt.“

 

03. 07. 2014///////////

Frische Texte unter freiem Himmel – der Stellwerck-Verlag in der Kultur-Bar „Stiege“ am 3. Juli 2014  

Das Wetter war unglaublich gut am Donnerstag, 03. JULI 2014, 20 Uhr, als STELLWERCK auf der STIEGE in Ulm (Herdbrücke / Mauergang zum Rosengarten) „Junge Literatur unter freiem Himmel“ präsentierte. Und Stiege-Betreiber Martin Leibinger sowie Literaturwoche-Veranstalter Florian L. Arnold (die zusammen auch die Griesbadgalerie umtreiben) waren unglaublich guter Laune, weil sie ihre Gäste vor unglaublich-guter Publikums-Kulisse vorstellen konnten, also dieses Trio:

Christine Ott (Verlegerin), Axel Roitzsch (Autor) und Pauline Füg (Autorin)

Der Würzburger Stellwerck-Verlag ist Synonym für junge Literatur abseits aller Denkverbote: Frech, frisch, neu. Am 3. Juli ist der Verlag mit zwei Autoren in der Literaturwoche zu Gast: Axel Roitzsch aus München stellt exklusiv seinen Roman „Der Redner“ vor. Axel Roitzsch, *1985, studierte in Regensburg, verliebte sich auf langen Reisen in das geschriebene Wort und bringt es in München zu Papier. Er pendelt zwischen Kultur und Kommerz, veröffentlichte Kurzgeschichten in Anthologien, war Preisträger der Literaturstiftung Bayern 2010 und gründete ein Unternehmen mit Algorithmen. 2014 erscheint sein erstes Buch, „Der Redner“, bei Stellwerck. In Ulm feiert es Vorpremiere.
Roitzsch interessiert sich für die Dinge, die in unserem Gehirn passieren, wenn wir denken, staunen und schöpfen. Seine Geschichten handeln von Menschen, die über sich hinauswachsen.

Autorin Pauline Füg (3sat-Poetry Clip Wettbewerb) liest aus ihrem Lyrikband „Die Abschaffung des Ponys“. Pauline Füg ist eine vielfach ausgezeichnete Sprach- und Performancekünstlerin (3sat-Poetry Clip Wettbewerb; zuletzt 2011 Kulturpreis Bayern), sie gibt Poetry Slam-Schreibworkshops an Schulen, für das Theater Ingolstadt und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
2011 erschien ihr Lyrikband „Die Abschaffung des Ponys“ im Stellwerck Verlag.

LINK zum Zeitungsartikel der Augsburger Allgemeinen

 

03. 07. 2014///////////

Wie schreiben – und für wen? Schreibworkshop mit Pauline Füg in der Griesbadgalerie  

Nach einer kalten Phase zeigte sich das Wetter an diesem 3. Juli endlich freundlich. Blauer Himmel, angenehme Temperaturen. Wir öffneten alle Fenster und Türen der Galerie, während Pauline Füg ihren Schreibworkshop mit 13 Teilnehmern durchführte. Die junge Autorin geht gewiß ungewöhnliche Wege, nicht nur in ihren eigenen poetischen Texten. Vorzüglich verstand sie es, mit kleinen, spielerischen Impulsen den Schreibfluß anzuregen und sich über die Qualität eines Textes oder einer Formulierung ein Urteil zu bilden. Ihre zentrale Botschaft: Nicht locker lassen! Immer weiter schreiben. Beobachten und sammeln für den Erinnerungsspeicher, aus dem sich alle Autoren während des Schreibprozesses bedienen.

Wir werden diesen Workshop wieder anbieten – dann allerdings mit größerem Zeitbudget.

Impressionen:


02.  07. 2014/////////////

Fußball und Literatur – WM versus Papa Dictator  

Für den 4. Juli hatten wir Annette Köhn und ihren fröhlichen Jaja-Verlag eingeladen. Aber das wird nun ausfallen – MÜSSEN. Das Halbfinalspiel will sich niemand entgehen lassen – und gegen das Public Viewing an der Rückwand des Veranstaltungsortes kommen wir nicht an. 

Wir danken Annette Köhn, deren feine Bücher weiterhin bei Jastram zu sehen und zu erwerben sind. Darunter auch das urkomische kleine Kult-Comic „Papa Dictator“.
Jetzt freuen wir uns auf Jaja im fußballfreien HERBST!
Ausschau halten auf den Seiten der Literaturwoche und bei Kulturbuchhandlung Jastram!

01.  07. 2014/////////////

Eine ERSTE SEITE in fröhlicher Gedrängtkeit 

Heute stand die ERSTE SEITE Spezial auf dem üppig gefüllten Literaturwoche-Programm. Trotz Fußballspiels rappelvoll (die Leute saßen wirklich und wahrhaftig in den Bücherregalen und im Schaufenster und hatten durchweg gute Laune dabei). Ein sehr bunter und eindrücklicher Abend bei der Kulturbuchhandlung Jastram: Silvia Trummer las aus ihrem fabelhaften Mosaik „Vierhändig“ und faszinierte mit der Tiefe ihres Textes.
Alle Bücher, die Samy Wiltschek von ihr vorrätig hatte waren anschließend weg.

Großes Echo auch für den Mirabilis Verlag mit seinen tollen Publikationen zu Peter Handke und zu dem Buchspezialisten Fritz Picard, dem der Kölner Dieter Sander ein sensationelles Buch widmete.

Clemens Grothe las aus zwei höchst witzigen Büchern: „Über die Literatur“ von Dirty Old Man Charles Bukowski Author (Maro Verlag) und aus dem Buch „Gemensch und Getier“ von Michael Schulte (auch Maro Verlag).

Eine wilde Mischung – sie ging auf.

 

30. 06. 2014 /////////////////

Ein besonderer Gast zur „Ersten Seite“ – morgen in der Kulturbuchhandlung Jastram

Ganz unerwartet aber um so willkommener ist uns der Auftritt der Schweizer Autorin Silvia Trummer, die morgen bei der Spezial-Ausgabe der „Ersten Seite“ aus ihrem neuen Buch „Vierhändig“ (Wolfbach Verlag) lesen wird. Ein kleines Mosaik aus Prosa- und Lyrik-Bausteinen, die sich mit feinen Gedanken zu einem lange nachwirkenden Netz von Impressionen und zart melancholischen Rückblicken auf eine entschwundene Zeit verspannen.
Beginn der Veranstaltung: 19 Uhr.
(Da wir nur begrenzt Platz haben empfiehlt es sich, zeitig da zu sein … )

28. 06. 2014 /////////////////

Geschichten hinter allen Dingen – und die Bilder dazu

Als Nachklapp noch ein paar Bilder unserer letzten Veranstaltungen. Da war ein entspannter Thomas Brandt, der am Freitag letzter Woche sein Buchprojekt “Das Gedächtnis der Dinge” gemeinsam mit der Ulmer Künstlerin Birte Horn vorstellte und einige Passagen vorlas aus dieser Sammlung von Fotografien und Geschichten, an der 75 Menschen unterschiedlichen Alters aus ganz Deutschland mitgearbeitet haben.
Sie erzählen von Gegenständen, die sie in ihrer persönlichen Lebensumgebung verwahren.
Ob Stuhl, Glas, Gummitier, Glocke, Dosenöffner, Koffer oder Schal, es geht um Dinge mit verborgenem Sinn, „Platzhalter“ für Erinnerungen an Begegnungen, Ereignisse und Erlebnisse. Viele der 81 Geschichten verweisen auf zeitgeschichtliche Ereignisse, wieder andere auf Geschehnisse in der eigenen Biographie, einige Dinge waren Anlass für philosophische Erörterungen oder Auslöser für erfundene Erzählungen.

So erfuhren wir einiges über eine russische Blechdose, über die Handhabung eines uralten Dosenöffners, und warum im Buch eine alte DDR-Badehose und ein Vorderteil eines Presslufthammers abgebildet sind. Erinnerungen und witzige Momente wechselten sich ab und nach der Lesung wollten die ZuhörerInnen gar nicht mehr nach Hause und saßen bei dieser lauen Sommernacht noch lange draußen auf dem Buchhändler-Bänkle.


25. 06. 2014 /////////////////

Warum macht man Bücher? Wie werden Bestseller gemacht? Ein Blick hinter die Kulissen …

Das Büchermachen war immer schon die Sache von Idealisten und Buchliebhabern. Zu diesen besonderen Menschen gehört auch Verlegerin Antje Kunstmann, die mit ihrem gleichnamigen Verlag seit vielen Jahren unabhängige Verlegerarbeit leistet und Namen wie Axel Hacke oder Fay Weldon groß gemacht hat. Nun konnte die Verlegerin selbst nicht bei unserer Literaturwoche sein – ihr langjähriger Vertriebsleiter Uli Deurer stellte uns bei Kulturbuchhandlung Jastram die Arbeit des Verlages Antje Kunstmann vor.
Wir ZuhörerInnen waren sehr erstaunt, auf wieviel Bereichen dieser unabhängige Verlag Erfolge einfährt. Bemerkenswert vor allem, wie sich verlegerische Weitsicht äußern kann – Autoren wie Fay Weldon und Barbara Gowdy, aber auch Humor-Meister wie Axel Hacke und oder der spanische Hit-Autor Rafael Chirbes fanden ihre erste Heimat bei Kunstmann. Daß hier ein Verlag existiert, der sich sein Programm nicht vom „Markt diktieren läßt, sondern versucht, auf den Markt einzuwirken“ (Deurer) machte unser Gast überaus kurzweilig deutlich.
Anekdotenreich, plastisch und amüsant fesselte Deurer mit seiner Präsentation der Geschichte des Verlages anhand einer Kiste Bücher aus den jeweiligen Jahren. Um 19 Uhr ging es los, erst gegen 22 Uhr wurden die letzten Gäste quasi aus dem Laden „geschmissen“ (es wäre sonst noch ewig weiter gegangen).

Zuletzt ein guter und wichtiger Aufruf von Deurer – die Bücher beim regionalen Buchhandel zu kaufen und nicht bei dem bösen großen „A“.
Denn, so Deurer, sowohl TTIP als auch die Machenschaften der Internetriesen sind ein frontaler Angriff auf die Buchhandels-Landschaft, auf Verlage und Autoren.
Gute Verlagsarbeit fordert Konstanten wie die Buchpreisbindung. Daß dies nicht abstrakte Begriffe, sondern Werte sind, das machte dieser Abend auch deutlich.

 

24. 06. 2014 /////////////////

Prasselnde Pointen am Lagerfeuer des schwarzen Humors: Die Tante im Keller

Jürgen M. Brandtner ist Autor, Schauspieler, Theaterdozent und Regisseur. Seit Jugendtagen liebt und verehrt er die Meister des schwarzen Humors. So lag es für ihn nahe, sich eines Tages selbst der schwarzhumorigen Lyrik und Prosa zu verschreiben und damit zu touren. Seit fast 10 Jahren tritt er, immer wieder mit wechselnden Texten, mit „Meine Tante im Keller“ auf. Dieses Programm ergänzte er in der Ulmer Literaturwoche um Musik: Siegfried C. Arnold, Musiker und Komponist bei Teatrino, bot an, seine „schwarzen Chansons“ zu diesem Abend beizusteuern. Und Teatrino-Sängerin Gabriele Fischer-Berlinger setzte diese Lieder mit furiosem Witz um.

Brandtners pechschwarz-humoriges Programm „Meine Tante im Keller“ hat natürlich Wurzeln bei Wedekinds „Ich habe meine Tante geschlachtet. Er durchwandert auch fröhlich die englische Liebe zu Menschenfresserei und die österreichisch dominierte Freude am Bonmot mit tiefschwarzen Farben. Brandtner ist aber ein eleganter Um- und Neudichter bekannter Szenarien und versetzt jeder Geschichte, mag sie auch noch so skurril und makaber beginnen, am Ende eine Pointe des Auflachens.
Und ja: Es wurde ständig und viel gelacht bei diesem schönen Abend in der Literaturwoche Ulm.

Das lag auch an dem dicht gewebten Programm, in dem eine furios aufgelegte Gabriele Fischer-Berlinger die „schwarzen Chansons“ von Siegfried C. Arnold so nahtlos in Brandtners Bühnenprogramm einflocht, daß es eine Freude war.

Großer Applaus und am Ende der laute Wunsch nach einer Zugabe. Die kam – in Liedform. Und alle sangen mit, während der eine oder andere noch Lachtränchen im Augenwinkel hatte.

 

23. 06. 2014 /////////////////

Dr. Gertrud Roth-Bojadzhiev ::  Bulgarische Literatur, osteuropäische Kindheiten

Die Literatur Osteuropas war lange Zeit ein weißer Fleck (zumindest) in der westeuropäischen Wahrnehmung. Der eiserne Vorhang machte sich insbesondere auch in der Kultur bemerkbar. So kommen erst jetzt allmählich die Schätze dieser Länder ans Licht, manche sind immer noch nicht wirklich entdeckt. Dazu gehören auch die Autoren Bransilav Nusic und Ivailo Petrov, deren Bücher die Ethnologin und Kulturwissenschaftlerin Dr. Getrud Roth-Bojadzhiev in der Griesbadgalerie vorstellte.

Hinreißende Geschichten, zum Teil erstmals von Dr. Getrud Roth-Bojadzhiev übersetzt: Nusic berichtet von einer eher hochkulturell angesiedelten Kindheit, in der es noch üblich war, kleine Jungen bis zu einem Alter von sechs Jahren in Röcken herumlaufen zu lassen („um die Entsorgungsfrage zu klären“). Ein Blick auf eine Zeit, als Kindheit noch unendliche Freiheiten, Frechheiten und erlebbare Freiräume bedeutete.
Petrov (der Name ist ein Pseudonym) schreibt über die Zufälle, die notwendig waren, damit er geboren werden konnte. Mit schelmischem Witz notiert er das Leben auf dem Land, die Eigenheiten und Eigenmächtigkeiten der Leute, die Genußfähigkeit und die Riten, die heute vollkommen verschwunden sind.

Dr. Getrud Roth-Bojadzhiev verstand es überaus elegant, diese zwischenmenschlichen Netze darzulegen und eine verschollene Kultur noch einmal zum Leben zu erwecken. Sie beleuchtete eine Welt, die von der unsrigen unendlich weit entfernt scheint – und doch im heutigen Leben in Osteuropa kulturell und geistig unverändert bedeutsam ist.

Eine Literaturliste finden Sie in Kürze HIER zum Download.

23. 06. 2014 /////////////////

SWR4 – Schwaben Radio vom Montag, 23.6. :: 16.00 Uhr ::  SWR4 Schwaben Radio

Zu Gast bei Anita Schlesak vom SWR4 Schwabenradio. Ein schönes Gespräch über junge Literatur an neuen Orten und den KulturSalon der Griesbadgalerie.
Auf SWR4, zu hören am 23. 6., 16 – 17 Uhr.
(SWR4-LINK)

23. 06. 2014 /////////////////

Josef Feistle: Reichtum selbst gemacht – und die Frage, wie Italien riecht …

Es ist eigentlich Wahnsinn: Eine Literaturwoche anzusetzen, während Fußball-WM ganze Straßenzüge lahm legt und Arbeitgeber ihren Mitarbeitern empfehlen Urlaub zu nehmen, weil sonst sowieso nicht viel passieren würde. Und neben „König Fußball“ regieren in Ulm aktuell auch kulturelle Anziehungspunkte wie das ZELT oder die THEATER, die dem Kulturgänger die Auswahl nicht leichter machen.

Um so schöner, daß wir bei blendendem Sommerwetter dennoch eine gut gefüllte Galerie hatten und damit viele Zuschauer von Josef Feistles gut gelaunter Lese-Performance „Ich fress‘ mir aus der Hand“. Es ist schlechterdings kaum wiederzugeben, wie dieser Mann seine hintersinnigen und gewitzten Texte zu kredenzen versteht. Da hat er seinen NSA-Abhörapparat neben sich („Das Abhören meiner Person übernehme ich selbst – und höre sie alle gleich mit ab, es macht ihnen doch nichts aus?“). Er singt Variationen auf einen Baum. Beschreibt mit Augenzwinkern seine Reise durch Italien auf der Suche nach dem besten Espresso. Und flunkert satirisch zugespitzt, wie man durch Glühbirnenverkauf und schwergängige Kugelschreiber steinreich wird. Und wie riecht Italien? Im Sommer nach einer Mischung aus Kaffee, Deo und etwas, das Menschen nach dem Genuß von sehr viel Chianti wieder von sich geben müssen …

Ein überaus gelungener Auftakt unserer Literaturwoche.

JOSEF FEISTLE bei Free FM (Link)
Fotos vom Auftritt (LINK)

 

19. 06. 2014 /////////////////

Josef Feistle: Der Mann mit der Olivetti

In drei Tagen ist also die Eröffnung der Literaturwoche.
Steigern wir die Vorfreude ein wenig.
Mit einem Bild des grandiosen Josef Feistle, wie er mit seiner Olivetti auf der Treppe seines selbstrestaurierten Hauses aus dem 16. Jahrhundert sitzt und für den Fotografen so tut, als würde er immer so dasitzen und seine Schreibmaschine zärtlich auf Händen tragen.
Tatsächlich schreibt er nur non-digital. Er besitzt weder einen PC noch ein Handy. Das einzige Zugeständnis an die Moderne ist der Anrufbeantworter, den er an sein Bakelit-Telefon angeschlossen hat.
Feistle ist einer, der mit den feinsten Grauwerten der Sprache arbeitet. Und dabei großartige Satire-Miniaturen erschafft. Er schrieb einen „Prüderiebarometer“ und hat auch einen todsicheren „Leitfaden für Ruhm und Reichtum“.
Außerdem kennt niemand die Beatles besser als er.

Neugierig geworden? Dann kommen: 22. 6. um 19 Uhr in der Griesbadgalerie, wo wir Feistle und unseren Kulturbuchhändler Samy Wiltschek erleben können. Der Eintritt ist frei, Getränke und gute Kunst an den Wänden gibt es obendrein!

 

08. 06. 2014  /////////////////

Zeichner und Künstler vom Verlag Antje Kunstmann

Jetzt haben wir es „amtlich“: Zur Literaturwoche wird der Verlag Antje Kunstmann Originalgraphiken von WOLF ERLBRUCH, Arezu Weitholz und ATAK bei Kulturbuchhandlung Jastram ausstellen!
Zum Appetitanregen mal bitte hier reinschauen: http://www.kunstmann.de/content-83-83/cartoons_und_zeichner/

 

01. 04. 2014  /////////////////

Ideen sammeln . . .

Sammeln von Ideen. Orten. Eindrücken. Literatur begegnen jenseits des üblichen. Bei allem Marketingwahnsinn bietet da eine Buchmesse schöne Impulse. Gerade dort, wo die Massenverlage nicht hin reichen. Da freuen wir uns über den Auftritt des Stellwerck-Verlags, der es anders als die Großen und auch Kleinen der Branche machen. Bei Stellwerck bestimmen die JungautorInnen mit ihren Einsendungen das Programm. Literatur, die uns heute schon anzeigt, wie Literatur morgen aussehen wird.
Neben Büchern setzt Stellwerck neue Formate der Literaturvermittlung um. Das werden wir in Ulm erleben.

Und worauf kann man sich sonst freuen?
Ein Wiener Literat mit irrwitziger Assoziationskunst.
Ein Einheimischer „Übersehener“, der noch nie auf die Idee kam, jemals eines seiner Werke an einen Verlag zu schicken. Er macht seine Bücher einfach selber und – sie sind hinreißend.

Und: Erste Seite bei Jastram. Schon ein Klassiker der regionalen Literaturbegegnung.

 

 

/////////////////

FLYER (PDF)

Diese Veranstaltungsreihe wird, soweit sie zum „KulturSalon im Griesbad“ gehört, freundlich gefördert durch das Kulturamt der Stadt Ulm.

Es grüßen:
Florian L. Arnold  //  Samy Wiltschek 

 

Advertisements