Ausstellungen

Im Rahmen der Literaturwoche Donau 2016 finden folgende Ausstellungen mit buchgrafischen Arbeiten statt.

Venet-Haus Galerie, Neu-Ulm: THIS IS A LIE
14. 4. 2016 bis 28. 5. 2016

Ausstellung mit buchgrafischer Kunst
Eröffnung am 14. April 2016, 19:30 Uhr
Einführende Worte: Florian L. Arnold

Die „Connor Brothers“ werden persönlich anwesend sein!
Eintritt frei

In seinem “Bleirevier” in Norddeutschland kreiert EINAR TURKOWSKI seit Jahren exquisite Zeichnungen mit Blei- und Graphitstift. Grenzenlos ist die künstlerische Brillanz dieses Buchkünstlers. Einar Turkowski, geboren 1972, verblüffte schon die Prüfungskommission der Hamburger HAW mit seiner Diplomarbeit „Es war finster und merkwürdig still“. Seither hat er sich einen Ruf als Meister feinsinnig-surrealer Fantasiewelten gemacht. Einar Turkowskis „ (…) eigenwilliges und wunderbar skurriles Werk“ (Die Zeit) findet international große Beachtung. Insbesondere die Auszeichnung mit dem „Grand Prix“ der 21. Biennale für Illustration Bratislava 2007 (BIB) sorgte für Begeisterung. In der Neu-Ulmer Venet-Haus Galerie wird Turkowski unter anderem Auszüge aus seinem illustratorischen Werk zeigen, etwa zum Buch „Die Nachtwanderin“ (LINK).

Parallel dazu präsentiert die Neu-Ulmer Galerie erstmals in Deutschland die witzigen Buch-Objekte der “CONNOR-BROTHERS” aus London: Überarbeitungen von Buchcovern und -illustrationen entkitschen das Schmonzettenromanbild und machen aus Trash Kunst.
VENET-HAUS GALERIE Bahnhofstraße 41, 89231 Neu-Ulm

Kunst in den Jastram-Schaufenstern:
APPENDIX DICK – DER FILM
14. 4. 2016 bis 10. 5. 2016

Tommi Brem (LINK)  ist Autor, Bühnenbildner, Kurator, Gestalter … und sehr vieles mehr. So auch Spezialist für das Werk von Philip K. Dick, dem „amerikanischen Kafka“. Parallel zu seinem neuen Buch „Appendix Dick“ (Verlag Topalian & Milani, 2016) zeigt er erstmals seinen Film „Appendix Dick“ – eine Art künstlerischer Abspann zum Gesamtwerk von Philipp K. Dick.

„Appendix Dick“, das ist eine Sammlung aller Namen, die in den Kurzgeschichten und Romanen des US-Amerikanischen Autors Philip K. Dick vorkommen. Der Film dazu ist eine Art künstlerischer Abspann, der alle diese Namen in alphabetischer Reihenfolge auflistet. Die Länge der Einblendung richtet sich dabei nach der Anzahl der Nennungen. Für jeden Titel, in dem eine Figur vorkommt, ist der Name eine Sekunde lang zu sehen. Danach ändert sich entweder der Name, oder nur die Hintergrund-, Schrift- oder die Schattenfarbe der Schrift, bzw. Kombinationen daraus, denn: Die Hintergrundfarbe steht für den Titel (jeder Titel hat seine eigene Farbe), die Farbe der Schrift steht für das Erscheinungsjahr und die Schattenfarbe des Texts steht für den Buchstaben des Alphabets, unter dem der Name gelistet ist. Der Soundtrack dieses „Abspanns“ setzt sich ganz ähnlich konzeptuell aus drei Tönen für jeden Namenseintrag zusammen, jede Sekunde ist also ein anderer Dreiklang zu hören.

Länge: ca. 98 Minuten

Zudem präsentiert er erstmals seine Grafiken zum Werk von Philip K. Dick.

++++++++

Im Rahmen der 3. Literaturwoche Ulm 2015 finden kleine Ausstellungen mit buchgrafischen Arbeiten der folgenden Verlage statt:
JAJA Verlag, Berlin
Max P. Häring, Giengen: Zeichnungen zu Thomas Pynchon
Mirabilis-Verlag, Meissen

Ausstellungen & Orte 2015

1. Juni 2015 bis 1. Juli 2015
ALLES JAJA
Eröffnung der Ausstellung „Alles jaja“ mit buchgrafischen Werken des Berliner Jajaverlages in der neuen TAT-Galerie in Neu-Ulm.
Eröffnung: 1. JUNI 2015 – 19 Uhr
Dauer der Ausstellung: bis 1. Juli 2015
Öffnungszeiten: Immer

Kleine Verlage gibt es wie Sand am Meer, munter tummeln sich gerade auch im Comicbereich mutige Kleinverleger mit großen Ambitionen. Durchhalten ist das eine, Unverwechselbarkeit das andere.
Da hinterlassen wenige einen so positiven Eindruck wie der 2011 gegründete Jaja Verlag.
Verlagsgründerin Annette Köhn wollte einfach gute und schöne Bücher veröffentlichen: „Bücher von talentierten, großartigen Zeichnern und Autoren, die die Welt noch nicht gesehen hat! Bücher, die man gern in die Hand nehmen und aufschlagen will.
Der Optimismus, trotz aller Widrigkeiten einen Verlag zu gründen, sollte sich auch im Verlagsnamen ausdrücken – auch im Sinne einer lockeren, augenzwinkernd-undramatischen Zustimmung“.
Wir werden Werke sehen von: Maki Shimizu, Anne Wenkel, Alexandra Rügler, Mikiko Fujita, Anita Leutwiler, Rosanna Merklin, Joachim Brandenberg, Tine Fetz und Annette Köhn

11. Juni 2015 bis 1. Juli 2015
TEX RUBINOWITZ in der STADTBIBLIOTHEK ULM
Dauer der Ausstellung: bis 1. Juli 2015
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10 bis 19 Uhr, Samstags 10 bis 14 Uhr.

Zur Eröffnung der Literaturwoche am 9. Juni zeigen wir die Zeichnungen und Karikaturen von Autor und Satiriker Tex Rubinowitz.
Die Präsentation der Zeichnungen ist vom 11. Juni bis zum 1. Juli im Foyer der Stadtbibliothek Ulm zu sehen.
Tex Rubinowitz ist einer von denen, die in Klagenfurt 2014 dafür sorgten, dass es im bierernsten Literaturwettbewerb ein bisschen lustiger zuging. Sein Siegertext „Wir waren niemals hier“ ist ein Stück absurder Komik, in dem ein mittlerweile leicht gealterter Mann aus Hannover an eine 30 Jahre zurück liegende Liebe zu einer merkwürdigen jungen Frau aus Litauen zurückdenkt; einer Frau, die an Batterien leckt, um die Säure zu schmecken, weil sie das in der Sowjetunion schon so gemacht hat. Daraus wurde Rubinowitz‘ Roman „Irma“.
Als Zeichner ist Rubinowitz mindestens ebenso erfolgreich wie als Autor: Seit vielen Jahren zeichnet er unter anderem für den „Falter“ und die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“.
Eine Auswahl seiner Zeichnungen wird in der Stadtbibliothek bis 1. Juli 2015 zu sehen sein.

Rubinowitz‘ Humor entspringt den Sinnfragen, Eitelkeiten und täglichen Malträtierungen, die der Mensch – die selbsternannte „Krone der Schöpfung“ – zu durchleiden hat. Aber der Mensch ist nicht allein in seinem Leid. Da sind Hunde, Katzen, Hasen und anderes Gekreuch. Und alle fragen Sie sich: Wozu bin ich da, warum passiert ausgerechnet mir das? Rubinowitz gibt keine Erklärungen. Er beobachtet, zeichnet und erforscht die geheimen Mechaniken des Scheiterns, die alles so menschlich machen.
TEXT: F. L. Arnold

 

3. Juni 2015 – bis 10. Juli 2015
MAX P. HÄRING bei SCHMIZZ!
Zeichnungen zum Kosmos von THOMAS PYNCHON
Ausstellung mit Zeichnungen zu den Büchern von Thomas Pynchon von Max P. Häring im Café Schmizz am Judenhof 3, Telefon: 0731/6024640
Dauer der Ausstellung: bis 10. Juli 2015
Öffnungszeiten: Mo. bis Sa. 10 bis 1 Uhr

Die furiosen Zeichnungen des Malers und Zeichners Max P. Häring ahnt aus heutiger Sicht das Zerbrechen der Welt und der Sicherheit. Ihre wie aus zehntausenden kleinsten Fragmenten hergestellte Sichtbarkeit dauert nur einen Moment – den Moment unseres Hinsehens und Hineindenkens – bevor sich alles auflöst. Häring war Preisträger beim Illustrationswettbewerb 2014 des „House of Illustration“ für seine Zeichnungen zu Joseph Conrads Roman “Heart of Darkness”.
Selbstbefragung und Selbstzerstörung leben in jedem Künstler; das hat kaum ein Autor so eindrucksvoll durchdekliniert wie Thomas Pynchon. Diese facettenreiche Literatur findet in Härings genialen Zeichnungen ihr kongeniales Echo – zu sehen im Café Schmizz am Ulmer Judenhof ab dem 3. Juni 2015!

15. Juni bis 25. Juni 2015
THIS IS NOT UGANDA: TINE FETZ
Ort: Stiege Ulm
Eröffnung: 15. JUNI 2015
Dauer der Ausstellung: bis 25. Juni 2015
Öffnungszeiten: Bei schönem Wetter ab 17 Uhr.

Grafikerin Tine Fetz hat im Jajaverlag ihr Buch „This is not Uganda“ veröffentlicht. Es erzählt von einer Reise durch Israel. Fetz hat diese Impressionen in feinen Federzeichnungen festgehalten, zeichnet Momente aus dem Nachtleben in Jerusalem, Symbolbilder politischer Bewegungen nach. Es sind fein beobachtete, teils skurrile Szenen aus dem städtischen Kontext.
Sie kommentiert und erklärt nicht. Stattdessen versetzt sie ihre Bilder mit Zitaten von Politikern, Vordenkern, Pop-Bands und Jugendlichen.

Die Ausstellung ist während der Literaturwoche Ulm im Treppenabgang der „Stiege“ bis zum 25. Juni 2015 zu sehen.

Bildergalerie: